Bund Naturschutz in Ammersee sagt Nein zu einem Klinikneubau in Seefeld.

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Bund Naturschutz in Ammersee sagt Nein zu einem Klinikneubau in Seefeld.

Die Krankenhäuser Herrsching und Seefeld sollen zusammengelegt werden. Es gibt einen Vorschlag für einen Standort in Seefeld, sowie einen Bürgerentscheid am 27. Juni. Der Naturschutzbund meldet sich endlich zu Wort.

Der Naturschutzbund spricht sich gegen die neue Klinik in Seefeld aus.

Ein möglicher neuer Klinikstandort für den Westen Starnbergs liegt im Seefelder Ortsteil Güntering, östlich des Friedhofs. Hier könnte ein Neubau für die bestehenden Kliniken in Seefeld und Herrsching errichtet werden (Schindlbeck). Nach der Prüfung von insgesamt sieben Standorten in Seefeld fiel die Wahl am Ende auf den Standort an der Bahnhofstraße in Richtung Oberalting. Der Gemeinderat hat sich im April mehrheitlich dafür ausgesprochen, an diesem Standort eine neue Klinik zu errichten. Warum ist der Bund Naturschutz (BN) gegen diesen Standort?

Er würde den regionalen Grünzug zwischen Ammersee und München, der reich an Biotopen ist, fast vollständig zerschneiden, so der Bund Naturschutz in Bayern, der in einer Pressemitteilung seine Position erläutert und zu einem “Nein” beim Ratsbegehren aufruft, das bis zum 27. Juni läuft. Der geplante Standort führe zu einer “erheblichen Umweltzerstörung”.

Der potenzielle Klinikstandort in Seefeld ist reich an Wildtieren.

Das Grundstück, auf dem die Klinik gebaut werden könnte, ist mehrfach als Schutzgebiet ausgewiesen und liegt an einer besonders engen Stelle in einem Biotopverbund. Bayern hat sich im Rahmen des Volksbegehrens “Rettet die Bienen” verpflichtet, bis zum Jahr 2027 einen Biotopverbund aufzubauen, der mindestens 13 % der Offenlandfläche des Freistaates umfasst. Mehr als die Hälfte der Fläche wird von artenreichem Tieflandgrünland eingenommen. Es ist sowohl ein gesetzlich geschütztes Biotop nach dem Naturschutzgesetz als auch ein nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützter Lebensraumtyp, so der Bund Naturschutz.

Der Bund Naturschutz weist in seiner Stellungnahme auf die hohe Beteiligung des Landkreises Starnberg an der Biodiversitätsabstimmung hin. Mit der Verankerung im bayerischen Recht werde ein Gesellschaftsvertrag zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung geschaffen, der von beiden Seiten eingehalten werden müsse, heißt es in der Stellungnahme. “Man kann nicht einfach darauf bestehen, dass die Landwirte die biologische Vielfalt schützen. Wir müssen als Gesellschaft auch Verantwortung übernehmen. “Die Zerstörung eines regionalen Biotopverbundsystems und Schutzgebietes kann nicht im öffentlichen Interesse sein”, sagt Richard Mergner, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz.

Der BN-Kreisvorsitzende regt an… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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