Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Nachrichten

BrewDog schließt seine Destillerie in Aberdeen und stellt Spirituosenproduktion ein

Die Brauerei BrewDog hat angekündigt, ihre Destillerie im schottischen Aberdeenshire zu schließen und die Produktion aller Spirituosenmarken einzustellen. Diese Entscheidung erfolgt nach einem schwierigen Überlegungsprozess, der auch die Schließung von zehn Bars im letzten Jahr umfasste. Laut einer Mitteilung an die Mitarbeiter wird die Destillerie am Hauptsitz in Ellon „verantwortungsbewusst abgewickelt“, wobei der Übergang in den kommenden Monaten erfolgen soll.

Fokussierung auf Bier und Cocktails

In der Mitteilung heißt es: „Nach sorgfältiger Überlegung haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, die Produktion unserer Spirituosenmarken einzustellen – mit Ausnahme der Wonderland-Cocktails, die weiterhin erhältlich sein werden.“ BrewDog erklärt, dass die Spirituosenbranche angesichts des harten Wettbewerbs und der Marktsituation eine Herausforderung darstellt. Die Firma wolle sich nun stärker auf ihr Biergeschäft und die Wonderland-Cocktails konzentrieren, bei denen man weiteres Wachstumspotenzial sehe.

Das Unternehmen betont, dass man die bestehenden Verpflichtungen, insbesondere gegenüber den Besitzern von „Equity for Punks“-Beteiligungen und Whisky-Cask-Investoren, erfüllen werde und diese direkt kontaktiert werden sollen.

Die Schließung der Destillerie in Ellon ist ein weiterer Rückschlag für BrewDog, nachdem der Bierhersteller im Jahr 2023 Verluste von 59 Millionen Pfund verzeichnete und 2022 30,5 Millionen Pfund Verlust machte. Zusätzlich musste die Brauerei kürzlich den Verlust ihrer Präsenz in vielen britischen Pubs hinnehmen. Laut den neuesten Zahlen wird die beliebte Punk IPA-Biermarke in fast 2.000 Pubs nicht mehr verkauft, und 1.860 Bars haben das gesamte BrewDog-Sortiment aus ihrem Angebot gestrichen.

BrewDog wurde 2007 in Ellon von James Watt und Martin Dickie gegründet. Das Unternehmen wuchs schnell und eröffnete 2013 seine erste internationale Bar in Stockholm, gefolgt von Expansionen in die USA im Jahr 2015. Bekannt wurde die Brauerei durch ihre unkonventionellen Werbemaßnahmen, bei denen sie oft auf provokante Kampagnen und PR-Stunts setzte, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Avatar-Foto

Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert