Bomet Gouverneur Hillary Barchok unter Beschuss: Senat stellt Wasserkrise in Frage
Senat hinterfragt die Verantwortung von Gouverneur Barchok für den Wasserverlust
Die Senatskommission für öffentliche Investitionen und Sonderfonds hat Gouverneur Hillary Barchok aus Bomet mit scharfen Fragen zu den gravierenden Missständen bei der Bomet Water Company konfrontiert. Die Wasserbehörde des Bezirks steht finanziell am Abgrund, während die Einwohner weite Strecken zurücklegen müssen, um sauberes Wasser zu finden.
In einer hitzigen Sitzung, die manchmal in einen verbalen Schlagabtausch mündete, wurde die Misswirtschaft bei der Wasserbewirtschaftung im Landkreis deutlich. Senatoren beschuldigten Barchok, ein „Kartell-System“ zu überwachen, bei dem Millionen von Schillinge in den Taschen Unbekannter verschwinden, während die Wasserhähne trotz hoher Infrastrukturinvestitionen trocken bleiben.
Die „Nicht-Erlös-Wasser“-Krise
Die Grundlage für die Ermittlungen lieferte der Bericht des Auditor General, der die katastrophale Lage offenlegte. Der Bericht zeigte, dass mehr als 60% des von der Bomet Water Company produzierten Wassers als „Nicht-Erlös-Wasser“ (NRW) klassifiziert wird – was bedeutet, dass das Wasser entweder durch Lecks verloren geht oder durch illegale Anschlüsse gestohlen wird. Senatoren wie Godfrey Osotsi, Vorsitzender der Kommission aus Vihiga, stellten schnell fest, dass solche Zahlen eher auf gezielte Sabotage hindeuten als auf bloße Inkompetenz.
„Man kann uns nicht erzählen, dass die Hälfte des Wassers einfach verdunstet“, sagte Osotsi empört. „Das ist keine Physik, das ist Diebstahl. Jemand verkauft dieses Wasser und steckt das Geld ein – und das passiert unter deiner Aufsicht.“
Gouverneur Barchok versuchte, sich zu verteidigen, indem er „historische Ungerechtigkeiten“ und die veralteten Rohrleitungen aus der Kolonialzeit anführte. Er verwies auf den Bau des Bosto-Staudamms – ein Projekt, das von Präsident Ruto unterstützt wird – als langfristige Lösung. „Wir reparieren ein Flugzeug, während wir es fliegen“, sagte Barchok und fügte hinzu: „Die Rohre platzen, weil sie alt sind, nicht weil wir stehlen.“
Die Kommission blieb jedoch skeptisch. Sie verwies auf massive Unstimmigkeiten im Abrechnungssystem, bei dem kommerzielle Hotels in Bomet mit Pauschalgebühren belastet werden, die mit den Gebühren für Haushalte vergleichbar sind. Senator George Mbugua forderte die sofortige Entlassung des Vorstands der Wasserbehörde, den er als „Parasiten“ bezeichnete.
Das politische Klima für Barchok ist angespannt, zumal die Kritiker im Kreisrat nach wie vor eine Amtsenthebung fordern, aufgrund der mangelhaften Serviceleistungen. Die Wasserkrise ist zu einem zentralen Thema des lokalen Ärgers geworden, und in den Regionen Chepalungu und Sotik finden immer häufiger Proteste gegen die Wasserknappheit statt.
Indem der Senat Barchok vor die Kameras zerrte, hat er das Versagen auf lokaler Ebene zu einer nationalen Angelegenheit gemacht. Die Botschaft an den Rat der Gouverneure ist klar: Die Zeiten, in denen die lokale Regierung dem Nationalstaat die Schuld für ihre Fehler zuschieben konnte, sind vorbei. Für Barchok ist die Wasserkrise nun mehr als nur ein infrastrukturelles Problem – sie stellt eine existenzielle politische Bedrohung dar. Sollte er nicht in der Lage sein, die Wasserhähne zu öffnen und die Einnahmeverluste zu stoppen, könnte sein politisches Erbe mit den nächsten Regenfällen verschwinden.