Bomet Gouverneur erhält Ultimatum nach harter Befragung zu fehlenden 10 Millionen
Der Gouverneur der kenianischen Grafschaft Bomet, Hillary Barchok, hat vom Senatsausschuss für öffentliche Rechnungslegung eine strenge Frist erhalten. Er muss innerhalb von 14 Tagen Belege für umstrittene Ausgaben in Höhe von 10 Millionen Schilling vorlegen, andernfalls drohen rechtliche Schritte.
Die Sitzung am Freitag war von angespannten Auseinandersetzungen geprägt. Die Senatoren konfrontierten Barchok mit dem Vorwurf der „systemischen Nachlässigkeit“ im Umgang mit öffentlichen Geldern. Der Prüfungsausschuss des Generalrechnungshofs hatte Alarm geschlagen, weil die Dokumentation für bestimmte Zahlungen fehlt und die Prüfspur verloren gegangen sei.
Wiederholte Beanstandungen und drohende Sanktionen
Die Senatoren wiesen darauf hin, dass es in der Grafschaft Bomet eine Reihe wiederkehrender Prüfungsbeanstandungen gebe. Dies lege den Schluss nahe, dass die Finanzkontrollen durchlässig seien. „Wir sehen einen Trend, bei dem öffentliches Geld wie Taschengeld behandelt wird“, sagte ein Senator während der hitzigen Debatte.
Die Kernvorwürfe betreffen fehlende Zahlungsbelege, die bei der ursprünglichen Prüfung nicht vorgelegt wurden. Dies hat beim Ausschuss den Verdacht einer Vertuschung genährt. Barchoks Verteidigung, er führte die Unstimmigkeiten auf administrative Fehler und verspätete Dokumentation zurück, konnte die Mitglieder nicht besänftigen.
Der Vorsitzende des Ausschusses stellte klar: „Rechenschaftspflicht ist nicht verhandelbar.“ Als Barchok den Senatssaal verließ, war deutlich, dass ihn der Geist der fehlenden 10 Millionen noch monatelang verfolgen wird.
Rechtliche Bedrohung und politischer Druck
Die Befragung findet vor dem Hintergrund früherer Vorladungen durch die Ethik- und Antikorruptionskommission (EACC) statt. Dies verschärft die rechtliche Bedrohungslage für den Gouverneur zusätzlich zu seinen politischen Problemen.
Für die Einwohner von Bomet ist das Schauspiel in Nairobi ein beunruhigendes Zeichen. Sie fürchten, dass die Früchte der Dezentralisierung von genau den Personen aufgezehrt werden, die gewählt wurden, um sie zu schützen. Der Ausschuss hat dem Gouverneur ein Ultimatum gestellt, sein Haus in Ordnung zu bringen, andernfalls muss er mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen, einschließlich einer möglichen Anklage wegen finanzieller Verfehlungen.