Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Nachrichten

Bischofin: Richtige Kontrolle, aber der neue Erzbischof von Canterbury muss Raum zur Führung erhalten

Die kommende Erzbischöfin von Canterbury, Dame Sarah Mullally, steht kurz vor der offiziellen Bestätigung ihres neuen Amtes, nachdem sie im Oktober als erste Frau für diese höchste kirchliche Position benannt wurde. Sie tritt das Amt nach dem Rücktritt von Justin Welby ein, der sich über die Fehler im Bereich der Kindeswohl- und Missbrauchsbetreuung verantworten musste. Am Mittwoch wird sie in einer feierlichen Zeremonie in der St. Paul’s Cathedral offiziell bestätigt und in ihrer Rolle als Erzbischöfin installiert.

Verantwortung und Prüfung der neuen Erzbischöfin

Die neue Erzbischöfin wird bereits vor ihrer Amtseinführung einer intensiven Prüfung unterzogen, wobei das Oberhaupt der Abteilung für Kindeswohl im Bistum der Kirche von England, Joanne Grenfell, betont, dass es wichtig sei, Dame Sarah den notwendigen Raum zu geben, um zu führen. Sie erklärte, dass der Druck zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Aufsicht gerechtfertigt sei, jedoch auch Platz für die neue Erzbischöfin zur Entfaltung ihrer eigenen Führungskraft bleiben müsse.

Dame Sarah, derzeit Bischöfin von London, hat sich zu Beginn ihrer Berufung klar dazu verpflichtet, Missbrauch und Versäumnisse in der Kirche zu bekämpfen. Besonders die Machtverhältnisse innerhalb der Institution soll sie in den Blick nehmen, um tief verwurzelte Probleme im Umgang mit solchen Themen zu beheben.

Die Herausforderungen für Dame Sarah sind dabei nicht unbedeutend. Ein kürzlich eingereichter Beschwerdevorwurf, der ihre Handhabung eines Missbrauchsverdachts im Bistum London betraf, wurde abgewiesen. Obwohl diese Beschwerde abgeschlossen wurde, könnte der Kläger noch Berufung einlegen. Es wird jedoch betont, dass die Kirche die Situation frühzeitig und gründlich untersucht hatte und keine weiteren Bedenken festgestellt wurden. Der Fall selbst wurde 2014 und 2015 untersucht, mit einer restriktiven Verfügung der Polizei, die 2017 erlassen wurde und weiterhin in Kraft ist.

Joanne Grenfell beschrieb Dame Sarah als eine Führungspersönlichkeit, die „zugehört, Ressourcen bereitgestellt und gehandelt“ habe, um sicherzustellen, dass Beschwerden korrekt und mit der notwendigen Sorgfalt behandelt werden. Für Grenfell ist klar, dass Dame Sarah sich mit dem Thema Kindeswohl intensiv beschäftigt und sich stets für Verbesserungen in der Organisation eingesetzt hat.

„Wir müssen ihr die nötige Freiheit lassen, ihre Vision für die Kirche umzusetzen“, erklärte Grenfell weiter. „Die Aufsicht über ihre Arbeit ist wichtig, aber sie sollte die Gelegenheit erhalten, im Dienst der Kirche und der Gemeinschaften zu wachsen.“

Zwischen der Zeremonie in St. Paul’s Cathedral und ihrer krönenden Amtseinführung im März in Canterbury wird Dame Sarah mehrere bedeutende Treffen abhalten. Darunter ein Gespräch mit Premierminister Sir Keir Starmer sowie Treffen mit Vertretern anderer christlicher und religiöser Gemeinschaften im Vereinigten Königreich.

Ihre Amtszeit wird mit einer Rede im General Synod der Kirche von England im Februar fortgesetzt, in der sie als Erzbischöfin die ersten Schritte in ihrer neuen Rolle machen wird.

Avatar-Foto

Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert