Balladen verzaubern die Kultur

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Balladen verzaubern die Kultur

Das Landestheater Schwaben führt im Stadttheater klassische Balladen und Melodien auf. Das mutige Konzept geht auf.

Balladen haben schon immer eine Faszination auf mich ausgeübt.

Sie lösen immer noch die gleiche Aufmerksamkeit aus, eine Mischung aus Grusel und Intrige und am Ende ein Schaudern, dank der fantastischen Geschichte, die sie erzählen: große Lieder. Wir haben sie schon einmal gehört oder gelesen, aber wann haben wir sie das letzte Mal gehört oder gelesen? Sind Die Bürgschaft, Der Taucher, Erlkönig oder Herr von Ribbeck im Havelland noch frisch in unseren Köpfen?

Wenn Sie diese Art von Poesie schätzen, könnte Ihnen das Stück “Füße im Feuer – Balladen und Lieder” des Landestheaters Schwaben im Stadttheater Landsberg gefallen. In der Inszenierung von Kathrin Mädler reiht sich eine Ballade an die nächste, und die teils klassischen, teils modernen Melodien und Lieder dazwischen bieten ebenfalls melancholische oder schwermütige Handlungsstränge. Das Konzept des Abends ist etwas gewagt: Nachdem der Grenadier mit den Zeilen “Was kümmert mich Frau, was kümmert mich Kind” stirbt, wird Miss Otis von einem wütenden Mob gelyncht. Ein Soldat gerät in Bedrängnis, weil er eine Hugenottin ermordet, kaum dass die Ritterin seinen Handschuh aus der Höhle des Löwen gerettet hat…

Es informiert über die Eigenschaften, die in Balladen, besonders in denen aus dem neunzehnten Jahrhundert, gewöhnlich vorhanden sind: Ein ewig nasser und verbrannter Matrose (André Stuchlik), eine vertriebene Braut (Klaus Philipp), eine Kindermörderin (Regina Vogel), ein Geisterreiter oder Geisterritter (Agnes Decker) und schließlich die Verwalterin des Fegefeuers (Ekaterina Isachenko), in dem diese aus der Zeit gefallenen Figuren residieren und für immer ihre dramatischen Geschichten erzählen. In Glaskästen, ähnlich wie im Museum, befinden sich Embleme aus den berühmtesten Balladen: der Besen aus Goethes Zauberlehrling, der Birnbaum des Herrn Ribbeck, ein herausgerissenes Herz, ein großer Fisch und ein Brautschleier.

Nur eines hilft, um Puffer zwischen den emotional aufgeladenen Texten zu schaffen: Musik. Es ist fast magisch, wie die Künstler, die ihre Balladen mit solcher Aufrichtigkeit vortragen, auch die teils mehrstimmigen Gesangsbewegungen mit perfekter Intonation ausführen können. Ekaterina Isachenko besticht mit ihrer geschulten Sopranstimme, auch die anderen, darunter Regina Vogel mit dem Sting-Song “Fields of Gold”, haben schöne Stimmen und beeindrucken. Doch ganz… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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