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Badenoch kritisiert Tory-Abtrünnige als „Politik getarnte Wutausbrüche“

Die Vorsitzende der Konservativen Partei, Kemi Badenoch, hat Abtrünnige ihrer Partei, die zu Reform UK übergetreten sind, scharf kritisiert und bezeichnete deren Verhalten als „Wutausbruch in Form von Politik“. In einer bemerkenswerten Rede in London erklärte Badenoch, dass jene, die die Partei verlassen hätten, trotz ihrer Übereinstimmung mit den politischen Grundsätzen der Konservativen kein „echtes“ Angebot zur Verbesserung des Landes unterbreiteten.

Kritik an Abtrünnigen und dem moderaten Flügel der Partei

Badenoch richtete sich insbesondere an die ehemaligen Minister Robert Jenrick und Suella Braverman, die ihre Loyalität zu Reform UK bekräftigt hatten, und erklärte, sie bedauere, dass diese nicht den Vorsitz in der Partei gewonnen oder hohe Ämter erhalten hätten. Sie stellte klar, dass die Abtrünnigen zwar mit den politischen Zielen der Partei übereinstimmten, aber nicht in der Lage seien, eine tragfähige Lösung für das Land anzubieten. Ihre Worte: „Das ist ein Wutausbruch, der als Politik verkleidet ist.“

In Bezug auf die politische Ausrichtung der Partei betonte sie, dass der Versuch einiger Mitglieder, eine gemäßigte Linie zu verfolgen, nicht im Einklang mit ihrer Vision für die Zukunft stehe. Badenoch ging direkt auf die Vorschläge von Prosper UK ein, einer zentristischen Bewegung, die von prominente Konservativen wie Sir Andy Street und Baroness Ruth Davidson ins Leben gerufen wurde. Diese Bewegung fordert eine Rückkehr zur Mitte, um sich von Reform UK abzugrenzen. Doch Badenoch wies diese Haltung zurück und betonte: „Es geht um die Zukunft, nicht um die Vergangenheit. Wir kämpfen nicht mehr die Kämpfe von 2006 oder 2016.“

Die Konservative Partei müsse, so Badenoch, in eine neue Richtung gehen, die auf die Veränderungen der Welt im Jahr 2026 eingehe. Sie appellierte an alle, die die Partei unterstützen wollen, ihre Agenda zu akzeptieren und die Richtung zu unterstützen, die sie für notwendig halte. „Es geht um den nächsten Schritt, die nächsten zehn Jahre und die nächste Generation“, erklärte sie.

Badenoch zeigte sich zuversichtlich, dass diejenigen, die weiterhin hinter der Partei und ihrem Kurs stehen, willkommen seien. Sie sagte: „Ich bin die Vorsitzende der Konservativen Partei, nicht für jemanden anderen. Es ist meine Vision, die wir jetzt umsetzen müssen.“ Jeder, der sich mit dieser Linie nicht identifizieren könne, solle aus dem Weg gehen, so Badenoch.

Mit dieser klaren Ansage zeigte Badenoch, dass sie bereit ist, die Partei in eine Richtung zu führen, die sie als die einzig zukunftsfähige betrachtet, auch wenn dies bedeutet, sich von den Moderaten innerhalb ihrer Partei zu distanzieren.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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