Bad Wörishofen: Der Bundestag nimmt die Krankenkassen in die Pflicht.

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Bad Wörishofen: Der Bundestag nimmt die Krankenkassen in die Pflicht.

Der Kneipp-Bund Bad Wörishofen ist begeistert von dem Urteil. Laut Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek “haben die Versicherten jetzt einen Anspruch auf Heilung.”

Der Bundestag sorgt dafür, dass die Verpflichtungen der Kassen erfüllt werden.

Viele in Bad Wörishofen hatten darauf gehofft, jetzt ist es sicher: “Die ambulante Badekur wird künftig eine Pflichtleistung der Krankenkassen sein”, sagte Bad Wörishofens Altbürgermeister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag kurz vor 18 Uhr. Holetschek war als bayerischer Gesundheitsminister maßgeblich daran beteiligt, den Wechsel herbeizuführen, obwohl er jahrelang an diesem Gremium herumgedoktert hat.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) sprach nach der Bundestagsentscheidung von einem Aufbruchssignal für Kurorte und Heilbäder. Kuren hätten in Bayern “einen absoluten Alleinstellungswert”, so Holetschek, der auch Vorsitzender des Kneippbundes mit Sitz in Wörishofen ist. Den Beschluss bezeichnete der neue Kneipp-Vereinschef Joachim K. Rudolph als “ein wichtiges Zeichen im Kneipp-Jubiläumsjahr 2021.” Ziel ist es nun, die Naturheilverfahren nach Kneipp in das Präventionsgesetz aufzunehmen, damit “Gesundheitsförderung endlich den Stellenwert erhält, den sie verdient” und möglichst vielen Menschen zugänglich ist. Um dies zu unterstützen, möchte man die Vielfalt von Wissenschaft und Forschung gestärkt sehen.

Nach dem Heilmittelbeschluss des Bundestages geht es nun weiter.

Holetschek: “Die Versicherten haben jetzt einen Rechtsanspruch auf diese lebenswichtigen Präventionsmaßnahmen.” Laut Aiwanger haben die Menschen einen großen Bedarf an “Gesundheitsangeboten zur Prävention, Wiederherstellung und Stabilisierung ihrer Gesundheit.” Die Heilbäder und Kurorte hätten dafür die notwendigen Angebote. “Bayern hat lange dafür gekämpft, und die Verabschiedung des Gesetzes kommt zum richtigen Zeitpunkt”, so Holetschek weiter. “Bädernation Nummer eins” sei Bayern.

Corona habe gezeigt, “wie wichtig die Gesundheit für jeden Einzelnen von uns ist”, so Holetschek. “Unser Wissen über Gesundheit ist gestiegen, und Prävention und Gesundheitsförderung sind uns wichtiger geworden.” Der ehemalige Bürgermeister von Bad Wörishofen rechnet daher mit einer steigenden Nachfrage nach Präventionsleistungen. Er glaubt, dass es jetzt an der Zeit ist, dass die Menschen umfassend über die neue Alternative informiert werden. Ein weiterer Triumph, so Holetschek, sei das neue Gesetz. Noch sind die Länder für die Krankenhausplanung zuständig. Bayern hat dafür gekämpft.

Das Gesetz, so Aiwanger, werde am 25. Juni im Bundestag verabschiedet… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Meldung weiter.

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