Babynahrung-Rückrufe: Dutzende Kinder in Großbritannien nach Verzehr erkrankt
Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA hat landesweit 36 Meldungen über Erkrankungen bei Kindern erhalten, die mit dem Verzehr bestimmter Säuglingsnahrungen in Verbindung stehen. Die Fälle verteilen sich auf sieben Betroffene in Schottland, 24 in England und drei in Wales. Die Kinder zeigen Symptome, die mit einer Vergiftung durch das Toxin Cereulid übereinstimmen.
Zwei Hersteller rufen Produkte zurück
Verantwortlich für die Vorfälle sind Verunreinigungen in Babymilchpulver. Bereits am 5. Januar bestätigte die Food Standards Agency, dass Nestlé vorsorglich mehrere Chargen von insgesamt 12 SMA Infant Formula- und Follow-On Formula-Produkten in Großbritannien zurückrufe. Grund sei die mögliche Anwesenheit des Cereulid-Toxins. Dieser Rückruf wurde am 9. Januar mit neuen Verfallsdaten aktualisiert.
Ein weiterer Konzern zog nach: Am 24. Januar rief Danone eine Charge Aptamil First Infant Formula wegen Cereulid-Verunreinigung zurück. Damit sind nun Produkte zweier großer Hersteller betroffen.
Cereulid ist ein hitzestabiles Toxin, das von bestimmten Stämmen des Bakteriums Bacillus cereus produziert wird und häufig stärkehaltige Lebensmittel, Milchprodukte und Säuglingsnahrung kontaminiert. Als potentes Zytotoxin verursacht es schnell einsetzende Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe. Seine Widerstandsfähigkeit gegen Kochtemperaturen macht es zu einem erheblichen Problem für die Lebensmittelsicherheit.
Behörden überwachen die Lage
Die UKHSA überwacht die Situation weiterhin. Die konkreten menschlichen Auswirkungen – sieben erkrankte Kinder in Schottland – unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Vorkommnisse. Die Rückrufe erfolgten zwar vorsorglich, die Erkrankungsfälle zeigen jedoch, dass kontaminierte Produkte in Umlauf gelangt waren.
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Die betroffenen Produkte sollten nicht verzehrt und an die Verkaufsstelle zurückgebracht werden. Eltern, deren Kinder nach dem Verzehr von Säuglingsnahrung entsprechende Symptome zeigen, sollten medizinischen Rat einholen.