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Australierin entdeckt überraschend zahlreiche Verwandte durch DNA-Test

Eine australische Frau hat von ihrer erstaunlichen Entdeckung erzählt, als sie nach dem Tod ihres Bruders einen DNA-Test durchführte und plötzlich Dutzende lang verlorene Verwandte fand. Adriana Turk, deren deutscher jüdischer Vater 1937 vor den Nazis floh, hatte ihr ganzes Leben lang geglaubt, dass ihre erweiterte Familie während des Holocausts ums Leben gekommen sei.

Nach dem Tod ihres Bruders Julian im Dezember 2024 fühlte sich die 74-Jährige dazu gedrängt, die Vergangenheit ihrer Familie zu erforschen. Sie erwartete, nur wenige Informationen zu finden, doch was sie entdeckte, überwältigte sie: Mehr als 50 Verwandte waren noch am Leben und auf der ganzen Welt verteilt.

Die Ergebnisse des Tests beinhalteten zahlreiche Cousins, Tanten und Onkels sowie deren Kinder und Enkel. Sie fand auch Nachkommen von drei Holocaust-Überlebenden mütterlicherseits. Für ihre Recherche nutzte sie die DNA-Datenbank MyHeritage.

Wiedervereinigung mit einem Cousin in Israel

Letzte Woche traf Adriana auf einen ihrer neu gefundenen Verwandten, ihren Cousin Raanan Gidron, einen 73-jährigen Psychotherapeuten aus Israel. Die Mutter von Gidron war im Konzentrationslager Theresienstadt inhaftiert, wo 33.000 Juden ermordet wurden, bevor sie nach Auschwitz verschleppt wurde, wo etwa 1,1 Millionen Menschen ihr Leben verloren.

Sie überlebte und entkam Europa, heiratete einen Mann, der durch den Holocaust ebenfalls Waisen geworden war. Gidron erklärte: „Wir wussten immer, dass es Verwandte in Neuseeland gab, aber es war schwierig, Nachforschungen anzustellen.“

Adriana sagte, dass sie nach vielen Jahren, in denen sie sich „leer und unsichtbar“ fühlte, endlich „ein fehlendes Stück“ ihrer Existenz gefunden habe. Die beiden teilen ihre Geschichte während des Holocaust-Gedenktages, der an die sechs Millionen jüdischen Männer, Frauen und Kinder erinnert, die während des Holocausts von den Nazis ermordet wurden, sowie an die Millionen anderen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Gidron sieht in dieser Wiedervereinigung ein hoffnungsvolles Zeichen, besonders in einer Zeit, in der viele Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft aufgrund von jüngsten Vorfällen, wie der tödlichen Schießerei auf eine Hanukkah-Feier in Bondi Beach, besorgt sind. Bei diesem Vorfall im Dezember 2024 wurden 15 jüdische Menschen ermordet, darunter auch ein zehnjähriges Kind.

Die Polizei von New South Wales bestätigte, dass der überlebende Verdächtige, Naveed Akram, mit 59 Anklagen, darunter 15 Mordanklagen, konfrontiert wird. Sein Vater, Sajid Akram, starb bei einem Schusswechsel mit den Beamten am Tatort.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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