Augsburg: Der Einzelhandel wird heute bestreikt, ein Teil der Arbeitsniederlegungen findet in Augsburg statt.

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Augsburg: Der Einzelhandel wird heute bestreikt, ein Teil der Arbeitsniederlegungen findet in Augsburg statt.

Der Tarifkonflikt im bayerischen Einzelhandel hält weiter an und wird am Freitag einen neuen Höhepunkt erreichen. Auch Augsburg ist davon betroffen.

Auch in Augsburg wird heute der Einzelhandel bestreikt.

Die Gewerkschaft Verdi hat fuer Freitag bayernweit mehr als 50 Betriebe des Einzel-, Gross-, Aussen- und Versandhandels zu einer Arbeitsniederlegung aufgerufen. Grund fuer die Arbeitsniederlegung sei das “enttaeuschende Angebot der Arbeitgeber” in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen, so die fuer Schwaben zustaendige Gewerkschaftssekretaerin Sylwia Lech.

Streiks bei H&M und dem Lidl-Zentrallager in Graben in Augsburg.

An den Aktionen in Augsburg und Umgebung beteiligen sich die Beschaeftigten des Lidl-Zentrallagers in Graben sowie der Modehaeuser H&M (City-Galerie und Innenstadt) und Zara (City-Galerie) sowie von Netto Wolnzach. Seit Anfang der Woche beteiligen sie sich an der Streikaktion. Die Kunden haben das laut Sylwia Lech bemerkt: “Teilweise sind die Regale in den Lebensmittelläden halb leer und in den Modehäusern liegen nicht mehr alle Größen in den Kleiderständern, weil das Personal zu dünn ist, um nachzufüllen”, schreibt sie.

“Gerade diese Mitarbeiter haben durch die Kurzarbeit erhebliche Einbußen erlitten und benötigen dringend Gehaltserhöhungen, um diese Verluste auszugleichen”, so Sylwia Lech. Auch das Thema Altersarmut trotz Arbeit ist in den Gesprächen ein Thema. Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie zusätzlich 45 Euro pro Monat bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die unteren Beschäftigtengruppen und die Löhne im Einzel- und Versandhandel sollen auf einen Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde angehoben werden.

Im Einzelhandel legen die Arbeitgeber nach einem Streik ein Gegenangebot vor.

Die Arbeitgeber versprechen im Einzelhandel eine Erhöhung von einem Prozent, weitere 1,4 Prozent im Jahr 2022 und eine Erhöhung von zwei Prozent nach 24 Monaten. Der wirtschaftsstarke Großhandel soll ab September 2021 eine Erhöhung von 1,5 Prozent erhalten, gefolgt von einer einprozentigen Erhöhung im März 2022 sowie einer Einmalzahlung von 150 Euro.

Die Streiks sind nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter ein deutliches Signal an die Arbeitgeber vor den bevorstehenden Tarifverhandlungen am 24. Juni im Groß- und Außenhandel und am 29. Juni im Einzel- und Versandhandel. Nach juengsten Schaetzungen der Industrie- und Handelskammer sind im schwaebischen Einzelhandel rund 58.000 Menschen beschaeftigt.

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