Anwalt muss 130.000 Pfund zurückzahlen, nachdem er 1,7 Millionen Pfund durch Geldwäsche ergaunert hat
Der 74-jährige Anwalt David Lyons wurde im Januar 2023 zu sieben Jahren Haft verurteilt, nachdem er 1,7 Millionen Pfund durch Geldwäsche verdient hatte. Bei einem kurzen Anhörung vor Gericht in Edinburgh wurde nun entschieden, dass Lyons lediglich 129.180 Pfund von seinen illegalen Gewinnen zurückzahlen muss.
Strafverfahren und Geldrückforderung
Lyons war ein Teil eines kriminellen Netzwerks, das von Anwälten einer Kanzlei in Paisley, Schottland, betrieben wurde. Neben Lyons waren auch Alistair Blackwood (71), Iain Robertson (72), Mohammed Aziz (64) und Robert Ferguson (70) in die illegalen Aktivitäten verwickelt. Die Bande nutzte ihre Kanzlei, Robertson und Ross, um große Geldbeträge zu waschen.
Im Zuge einer Untersuchung durch die Law Society und einer anschließenden Polizeiermittlung wurde Lyons, der in Kilmacolm lebt, für seine Rolle in diesem Netzwerk verurteilt. Doch obwohl er durch die kriminellen Aktivitäten 1,7 Millionen Pfund erlangte, konnte der Staat nur rund 130.000 Pfund von ihm zurückholen. Diese Summe stellt das gesamte Geld dar, das derzeit aus den Vermögenswerten von Lyons sichergestellt werden konnte.
Der Prozess, der im Dezember 2022 begann, hatte seine Wurzeln in einer Reihe von Finanztransaktionen, die zwischen Mai 2015 und Juli 2016 durchgeführt wurden. Eine dieser Transaktionen beinhaltete einen gestohlenen Scheck über 79.340 Pfund, der eigentlich an eine Anwaltskanzlei auf Jersey gerichtet war. Weitere illegale Geschäfte umfassten einen betrügerischen Hausverkauf in London und gestohlene Gelder aus einem gehackten Bankkonto.
Die Angeklagten, darunter Lyons, wurden auch des Betrugs und der schweren organisierten Kriminalität für schuldig befunden. Der Großteil der illegalen Gelder wurde durch das Klientenbankkonto der Kanzlei in Paisley umgeleitet, wobei falsche Dokumente und Identitäten verwendet wurden, um die Machenschaften zu verschleiern.
Am 26. Januar 2026, bei einer kurzen Anhörung vor Richter Lord Young, wurde beschlossen, dass Lyons lediglich 129.180 Pfund an den Staat zurückzahlen muss. Sollte man in Zukunft weitere Vermögenswerte aufspüren, könnte sich die Rückzahlungsforderung erhöhen.