Anti-Trump-Protest in Dublin als Reaktion auf Einwanderungskampf
In Dublin fand am Montagabend ein Protest gegen die US-amerikanische Einwanderungspolitik statt, organisiert von People Before Profit. Die Demonstration vor dem Spire wurde von einer wachsenden Solidarität mit den jüngsten Protesten in Minneapolis geprägt, nachdem dort ein Pflegekraft von den US-amerikanischen Grenzbehörden erschossen wurde.
Protest nach Tod eines Krankenpflegers
Der tragische Vorfall ereignete sich, als Alex Pretti, ein 37-jähriger Intensivpfleger, von ICE-Beamten (Immigrations- und Zollbehörde) in Minneapolis erschossen wurde. Pretti hatte gegen die strengen Einwanderungsmaßnahmen der Trump-Regierung protestiert, als er das Leben verlor. Sein Tod hat landesweit Proteste ausgelöst und die Spannungen in der Stadt weiter angeheizt.
Avery Vogt, eine Studentin der University College Dublin (UCD) aus Minneapolis, war eine der Rednerinnen bei der Kundgebung. Sie dankte den Teilnehmern des Protestes und drückte ihre Dankbarkeit für die Sicherheit in Dublin aus. „Es ist ein unermessliches Privileg, hier in Sicherheit zu sein“, sagte Vogt, „aber es zerreißt mir das Herz, jeden Tag zu leben, ohne zu wissen, was in meiner Heimat passiert und was die Menschen, die mich großgezogen haben, durchmachen müssen.“
Vogt, die während der Weihnachtsferien nach Minneapolis gereist war, beschrieb ihre Heimatstadt unter der Führung von Präsident Trump als „komplett verändert“. „Es ist, als ob die Menschen von den Straßen verschwinden und die Angst greifbar ist“, erklärte sie. „Es ist, als würde jeder den Atem anhalten.“
Der Protest in Dublin forderte nicht nur Gerechtigkeit für die Opfer von Trumps Einwanderungspolitik, sondern auch eine Absage an den traditionellen St. Patrick’s Day-Besuch des US-Präsidenten im Weißen Haus. Die Demonstranten drückten ihre Solidarität mit den Streiks und Protesten in den Vereinigten Staaten aus und forderten eine stärkere internationale Auseinandersetzung mit den Menschenrechtsverletzungen im Kontext der US-amerikanischen Einwanderungspolitik.