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Angela Rayner unterstützt Andy Burnhams Rückkehr nach Westminster

Angela Rayner hat ihre Unterstützung für Andy Burnham angeboten, damit dieser bei der bevorstehenden Nachwahl im Wahlkreis Gorton und Denton kandidiert. Diese Entscheidung folgt auf Spekulationen, dass einige enge Verbündete von Premierminister Keir Starmer versuchten, Burnham an einer Kandidatur zu hindern. Der ehemalige stellvertretende Premierminister, Rayner, möchte, dass die Mitglieder der Labour Party selbst über den Kandidaten entscheiden dürfen.

Der Rücktritt des Labour-Abgeordneten Andrew Gwynne am Freitag hat die Nachwahl ausgelöst. Gwynne gab an, wegen gesundheitlicher Probleme sein Amt niederzulegen. Berichten zufolge wird Rayner ihre Unterstützung für Burnham bei der bevorstehenden Labour-Konferenz im Nordwesten des Landes bekräftigen.

Innenparteiliche Spannungen und die Frage der Führung

Rayners Entscheidung setzt die Nationale Exekutivkomitee (NEC) der Labour Party unter Druck, da Mitglieder von Starmer’s Lager versucht haben, Burnham, den sie als potenziellen Herausforderer für die Führung der Partei ansehen, zu isolieren. Mehrere Labour-Abgeordnete warnten jedoch davor, dass der Versuch, Burnham auszuschließen, eine unnötige und potenziell schädliche Spaltung innerhalb der Partei zur Folge haben könnte. Jo White, Vorsitzende der Red Wall Group von Labour-Abgeordneten, sagte der Zeitung „The Times“, dass es ein „Desaster für Labour“ wäre, wenn eine Entscheidung aus London die Wahl des Kandidaten im Norden beeinflussen würde.

Ob Burnham tatsächlich als Kandidat für Gorton und Denton antreten wird, ist noch unklar. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass er in Erwägung zieht, Gary Neville, den Labour-sympathisierenden Fußballer, als Ersatzkandidaten aufzustellen.

Einige Labour-Backbencher äußerten die Meinung, dass Burnhams Rückkehr eine „schöne“ Entwicklung für die Partei wäre, und betonten, dass es für die erste Mal in 18 Monaten eine positive Aussicht gäbe. Ein anonymer Abgeordneter meinte, es wäre „foolish“, ihn daran zu hindern, zu kandidieren, und warnte davor, dass die Partei „komplett fertig“ wäre, falls dies geschehe.

David Lammy, der stellvertretende Premierminister, zeigte sich vorsichtig und erklärte im BBC-Podcast „Political Thinking“, dass es unklar sei, ob Burnham wirklich in die Westminster-Politik zurückkehren wolle. Er betonte jedoch, dass eine frühzeitige Wahl, die möglicherweise die Parteiführung destabilisieren könnte, ein „überflüssiges Risiko“ wäre.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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