KABUL, Afghanistan 

In einem klaren Zeichen wachsender Kluft haben führende Politiker in Afghanistan am Montag angekündigt, dass sie nicht an einer von der Regierung geleiteten großen Konsultationskonferenz für Frieden im Land teilnehmen werden.

Führende Präsidentschaftskandidaten Mohammad Haneef Atmar und Rehmatullah Nabil kündigten an, die bevorstehende Loya Jirga (große konsultative Konferenz der Ältesten) zu boykottieren, die in der Hauptstadt Kabul stattfinden soll.

Atmar, ein langjähriger Verbündeter von Präsident Mohammad Ashraf Ghani, ist im vergangenen Jahr als nationaler Sicherheitsberater zurückgetreten, wobei er Unterschiede als Grund anführt: Nabil ist der ehemalige Leiter der Spionagebehörde, National Directorate of Security.

Die Militanten haben bisher keine Bereitschaft zu direkten Friedensgesprächen mit der afghanischen Regierung gezeigt.