Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Nachrichten

Ärzte raten zu regelmäßiger Dosierungskontrolle bei Magensäureblockern

Patienten, die langfristig sogenannte Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol oder Lansoprazol einnehmen, sollten ihre Dosierung mit ihrem Hausarzt besprechen. Das empfiehlt der NHS-Arzt Dr. Amir Khan und warnt vor möglichen Nährstoffmängeln bei einer langfristigen Einnahme. Der Mediziner äußerte sich kürzlich in der ITV-Sendung „Lorraine“.

Nie abrupt absetzen

Laut Dr. Khan, der in einer englischen Hausarztpraxis tätig ist, gehören diese Medikamente zu den am häufigsten verschriebenen Mitteln gegen Sodbrennen, sauren Reflux und Magengeschwüre. Er betonte jedoch einen entscheidenden Punkt: Die Tabletten dürften niemals plötzlich abgesetzt werden, selbst wenn Nebenwirkungen auftreten. Ein abruptes Ende der Einnahme könne zu einem überschießenden Säurerückfluss führen und die Magenprobleme verschlimmern.

Stattdessen rät der Arzt zu einem aktiven Schritt: Patienten sollten einen speziellen Termin für eine Medikamentenüberprüfung vereinbaren und ihren Arzt eine konkrete Frage stellen. „Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Fragen Sie, ob Sie die niedrigste mögliche Dosis einnehmen, um Ihre Symptome zu kontrollieren?“, so Khan. Viele Menschen nähmen über lange Zeit hinweg hohe Dosen.

Risiko von Nährstoffdefiziten

Der Grund für diese Empfehlung liegt in der Wirkweise der Protonenpumpenhemmer. Sie sind zwar effektiv darin, die Säureproduktion zu stoppen und Beschwerden zu lindern. Magensäure ist aber auch für die Verdauung von Nahrung und die Aufnahme von Nährstoffen wichtig. „Kurzfristige Einnahmen sind in Ordnung. Aber über einen langen Zeitraum können sie einen Mangel an bestimmten Nährstoffen verursachen“, erklärte Dr. Khan dem Publikum um Moderatorin Lorraine Kelly.

Zu den potenziellen Mangelerscheinungen zählen Defizite an Vitamin B12, Magnesium und Eisen. Diese könnten sich in Symptomen wie Brain Fog, Blutarmut, anhaltender Müdigkeit und Nervenproblemen äußern. Der Mediziner räumte ein, dass Hausärzte – sich selbst eingeschlossen – oft eine bestimmte Dosis verschrieben und Patienten dann damit ließen, ohne die Wirksamkeit regelmäßig gründlich zu überprüfen.

Er schlug vor, dass Patienten in dem Gespräch auch erfragen könnten, ob sie zur Verringerung von Nebenwirkungen „damit durchkommen“, das Medikament nur noch jeden zweiten Tag einzunehmen, während die Magensymptome weiter unter Kontrolle bleiben. Wichtig sei, dass Patienten ihr Recht auf eine solche Überprüfung kennen, selbst wenn es nicht der Hauptgrund für den Praxisbesuch sei.

Für den Termin sollten Patienten eine vollständige Liste ihrer verschriebenen und rezeptfreien Medikamente sowie alle bemerkten Nebenwirkungen vorbereiten. Auch Fragen zur genauen Dosierung und zum Vorgehen bei einer vergessenen Einnahme können notiert werden. „Medikamente sind sehr wichtig. Sie lindern Symptome und können Krankheiten heilen. Es ist wichtig, dass Menschen ihre Medikamente nicht einfach absetzen“, betonte Dr. Khan abschließend.

Avatar-Foto

Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert