900-Meilen-Wanderung von Kent nach John O’Groats: Zwei Männer machen überraschende Entdeckung
Zwei Männer, die 900 Meilen von Kent nach John O’Groats wanderten, um Geld für den Bau einer Schule im Sudan zu sammeln, haben eine erstaunliche Entdeckung über Großbritannien gemacht. Giel Malual und John Kuei, beide ursprünglich aus dem Sudan, begannen ihre epische Reise von Dungeness in Kent bis nach John o’Groats in Caithness und brauchten dafür 33 Tage.
Überwältigende Gastfreundschaft und Unterstützung
Angesichts der aktuellen politischen Landschaft hatten Giel und John Bedenken, wie sie auf ihrer langen Wanderung aufgenommen werden würden. Doch diese Sorgen wurden schnell zerstreut, als sie im ganzen Land auf eine überwältigende Welle der Gastfreundschaft und Großzügigkeit stießen. Von heißen Abendessen und kostenlosen Unterkünften bis hin zu Airbnb-Gastgebern, die ihnen ihre Kosten erstatteten, und Autofahrern, die anhielten, um mit ihnen zu plaudern und zu spenden – die beiden waren überwältigt von der Unterstützung, die sie erhielten.
Giel erklärte, dass diese Erfahrung ihm gezeigt habe, wie eine „lautstarke Minderheit“ das wahre Bild britischer Gastfreundschaft und Mitgefühl verschleiert habe. „Wir hören viel Negatives von einer lautstarken Minderheit in diesem Land… mit der politischen Lage, die im Moment herrscht, dachten wir, dass die Leute vielleicht Vorbehalte gegenüber uns haben könnten“, sagte er. „Aber wir haben selbst gesehen, dass es nichts gibt, wovor wir uns fürchten müssen.“
Zu Beginn ihrer Reise im Dezember hatten die beiden das Ziel, 35.000 Pfund zu sammeln, um eine Schule in einem sudanesischen Flüchtlingslager in Tschad zu bauen. Doch dank der außergewöhnlichen Unterstützung der Öffentlichkeit stiegen die Spenden auf beeindruckende 90.000 Pfund, wodurch sie in der Lage waren, gleich mehrere Schulen zu errichten.
Feierlicher Empfang nach 900 Meilen
Die Reise führte sie quer durch England und Schottland, und nach der langen Strecke erreichten Giel und John ihr Ziel am Duncansby Head Leuchtturm in Schottland. Nach ihrer Rückkehr nach London am Donnerstag wurden sie wie Helden empfangen. Giel hob dabei den „wahren Wert“ der britischen Gesellschaft hervor und betonte, wie die Menschen ihnen geholfen hätten, ohne sie aufgrund ihres Aussehens zu beurteilen.
Ein emotionaler Höhepunkt ihrer Reise war ihr Halt in Edinburgh, wo die sudanesische Gemeinde ein spezielles Treffen für sie organisiert hatte. „Es war ein emotionaler Moment für mich, ich habe noch nie in meinem Leben so stark geweint“, schrieb Giel in einem Instagram-Post.