“Wir brauchen eine Umverteilung von oben nach unten”, sagt der Chef der Linkspartei bei einer Parteiversammlung.

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“Wir brauchen eine Umverteilung von oben nach unten”, sagt der Chef der Linkspartei bei einer Parteiversammlung.

Die Linkspartei steht drei Monate vor der Bundestagswahl in den Umfragen schlecht da. An diesem Wochenende will sie ihr Wahlprogramm verabschieden, um neuen Schwung in den Wahlkampf zu bringen.

“Wir brauchen eine Umverteilung von oben nach unten”, sagte ein Linken-Chef.

Die Linkspartei bekräftigte auf ihrem Parteitag, dass sie reiche Einkommen, Vermögen und Unternehmen stärker besteuern will.

Am Rande des zweitägigen Online-Treffens sagte die Spitzenkandidatin und Co-Vorsitzende der Partei, Janine Wissler, dem Sender “phoenix” am Samstag: “Wir brauchen eine Umverteilung von oben nach unten.” Jemand müsse die Investitionen in den Klimaschutz, die Bildung, die Infrastruktur und das Gesundheitssystem bezahlen, sagte sie. Dazu wolle die Linkspartei die Vermögenssteuer wieder einführen und einkommensstarke Privatpersonen und Unternehmen höher besteuern, sagte sie. “Wir halten das für sozial gerecht”, sagte er.

“Schließlich gibt es in diesem Land Geld so viel wie Heu”, erklärte Wissler. Viele Menschen seien durch die Corona-Krise verarmt, aber einige wenige Menschen seien extrem reich geworden. Sie wies darauf hin, dass ein Unternehmen wie Amazon zum Beispiel “in Deutschland anständige Steuern zahlen kann”. Auch große Einzelhandelskonzerne verdienten viel Geld.

Die rund 580 Delegierten wollen auf ihrem zweitägigen Parteitag das Wahlprogramm der Linkspartei beschließen. Darin sind unter anderem eine Grundrente von 1.200 Euro, ein höherer Mindestlohn, zusätzliche Mittel für Pflegekräfte, die Abschaffung der Schuldenbremse, ein dauerhaft kostenloser öffentlicher Nahverkehr und eine Abgabe auf Vermögen von mehr als zwei Millionen Euro zur Lösung des Corona-Problems vorgesehen.

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Weitere Informationen zum Parteitag finden Sie hier.

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