Warum macht der neue Herrscher des Irans so vielen Menschen Angst?

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Warum macht der neue Herrscher des Irans so vielen Menschen Angst?

Die Wahl im Iran wurde von Ebrahim Raisi gewonnen, einem erzkonservativen Richter. Der eigentliche Sieger ist jedoch Revolutionsführer Ali Khamenei, der nun niemanden mehr hat, der ihm etwas entgegensetzen kann.

Viele Menschen sind besorgt über den neuen Präsidenten des Irans.

Der Westen wird sich weiterhin mit der aggressiven Außenpolitik des Irans auseinandersetzen müssen. Ali Khamenei, der iranische Revolutionsführer, hat nun einen Präsidenten, Ebrahim Raisi, der politisch völlig auf ihn angewiesen ist. Beobachter glauben, dass die Wahl von Raisi das Ende der Republik und den Beginn einer Diktatur unter dem 82-jährigen Khamenei signalisiert. Dies ist einer der Gründe, warum die USA die Wiederbelebung des iranischen Atomabkommens beenden wollen, bevor Raisi in sechs Wochen sein Amt antritt.

Nur die Hälfte der Iraner hat bei der Präsidentschaftswahl ihre Stimme abgegeben.

Die Wahl war ganz auf den 60-jährigen Khamenei-Vertrauten Raisi zugeschnitten worden, der als Chef der iranischen Justiz fungiert hat. Der Wächterrat, dem Khamenei vorsteht, schloss von Anfang an namhafte Gegner von der Teilnahme an der Wahl aus. Die Wahl am Freitag zeigte, dass sich Millionen Iraner längst vom System verabschiedet haben. Raisi erhielt nach offiziellen Schätzungen 62 Prozent der Stimmen. Allerdings gaben nur 49 Prozent der 59 Millionen registrierten Wähler ihre Stimme ab, ein Rekordtief für eine iranische Präsidentschaftswahl. Bei der Wahl 2017 gaben mehr als 70 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Fast vier Millionen Wähler gaben aus Protest ungültige Stimmzettel ab.

Khamenei nahm diese Unzufriedenheit in Kauf, weil er ein anderes Ziel hatte: Mit dem Sieg von Raisi ist der Griff der Hardliner nach der Macht komplett. Sie stellen mit Khamenei den Revolutionsführer und damit den mächtigsten Mann im Land, dominieren das Parlament und schicken nun einen ihrer Vertreter ins Präsidentenamt.

Ebrahim Raisi war in den 1980er Jahren an Massenhinrichtungen beteiligt.

Irans gewählter Präsident Raisi ist in seinem Land nicht beliebt – aber gefürchtet. In den ersten Jahren nach der Islamischen Revolution machte er sich als Vollstrecker einen Namen. So soll er 1988 als Staatsanwalt an der Massenhinrichtung von rund 5.000 angeblichen Staatsfeinden beteiligt gewesen sein. Nach Recherchen von Amnesty International war er Teil einer “Todeskommission”, die Angeklagte reihenweise an den Galgen schickte. Wegen der hohen Zahl der Verurteilten wurden die Opfer laut Medienberichten alle 30 Minuten gehängt. Raisi stieg später zum Chefankläger auf…. Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine andere Nachrichtengeschichte.

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