Wahlkampf: Gibt es einen Bürgerkrieg in der Union? Nein, nur zehn Tage des Grauens.

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Wahlkampf: Gibt es einen Bürgerkrieg in der Union? Nein, nur zehn Tage des Grauens.

In Berlin stellen die Spitzen von CDU und CSU ihr Wahlprogramm vor, das sie als Regierungsprogramm bezeichnen. Armin Laschet und Markus Söder sind selbstbewusste Persönlichkeiten. Und Meinungsverschiedenheiten hat es nie gegeben.

Gibt es ein Schisma innerhalb der CDU/CSU? Nein, nur zehn Tage des Grauens.

Markus Söder ist der Name eines Unschuldsengels. Noch vor zwei Monaten beschimpfte der CSU-Vorsitzende öffentlich den Chef der großen Schwesterpartei CDU. Armin Laschet sollte der Kanzlerkandidat der CDU/CSU werden, nicht andersherum. Es wurde vorgeschlagen, die CDU und vielleicht auch die Union zu zerstören. Söder hingegen dürfte weniger betroffen gewesen sein als der Rest der Republik. “Sicher, es gab zehn Tage, wo es mal ein spannendes Szenario gab, zwischen uns und für die ganze Union”, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in der sengenden Hitze Berlins. Er stellt mit Laschet das Wahlprogramm von CDU und CSU vor, und von dem Streit will niemand mehr etwas hören.

Söder gesteht, dass ihm die umstrittene K-Frage ein wenig die Flügel verbrannt hat. “Es wäre auch menschlich nicht nachvollziehbar, wenn es nicht die eine oder andere Enttäuschung gegeben hätte”, sagt er. Aber das ist alles. Es gibt “keinen bleibenden Groll”, sagt er. Alles ist verarbeitet, alles ist geklärt.” Laschet hört das mit einem nachdenklichen Lächeln, er reagiert kaum. Man würde nun gerne wissen, was er denkt.

Merkel und Seehofer sind Geschichte

Für die Präsentation ihres Wahlprogramms, dessen Inhalt in den vergangenen Tagen bereits weitgehend durchgesickert war, haben sich die beiden eine schicke Location in Schöneberg ausgesucht. Der so genannte EUREF-Campus steht direkt neben dem Gasometer, das viele noch aus den Tagen kennen, als Günther Jauch von hier aus seine politische Talkshow ins Land sendete. Man will modern sein, da kommt das Konrad-Adenauer-Haus (KAH) wohl nicht so gut weg. Vor allem, auch wenn es niemand sagt, soll nichts an 2017 erinnern. Damals haben die Vorsitzenden von CDU und CSU, Angela Merkel und

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