Vor 80 Jahren wurde die Sowjetunion überfallen, und Steinmeier würdigt die Opfer.

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Vor 80 Jahren wurde die Sowjetunion überfallen, und Steinmeier würdigt die Opfer.

Das Erinnern an die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs sei eine Verpflichtung für Deutschland, so der Bundespräsident. Dazu gehöre auch die Verantwortung, den Frieden unter den Nachfolgeregierungen zu fördern.

Steinmeier erinnert an die Opfer des Überfalls der Sowjetunion.

Bundespraesident Frank-Walter Steinmeier hat 80 Jahre nach dem Ueberfall Deutschlands auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg zu einer gemeinsamen, bewussteren Erinnerungskultur aufgerufen.

Der Krieg Deutschlands gegen die Sowjetunion sei eine “mörderische Grausamkeit” gewesen, sagte er am Freitag in Berlin. “Daran müssen wir uns erinnern, so schwer es uns auch fallen mag.” Er betonte, das Gedenken an das Inferno, den Hass und die Entmenschlichung sei eine Verpflichtung für alle Deutschen und ein Mahnmal für die ganze Welt.

In Berlin-Karlshorst gibt es eine Gedenkstunde.

In Berlin-Karlshorst, wo im Mai 1945 die deutsche Kapitulation unterzeichnet wurde, hat der Bundespraesident bei einer Gedenkstunde gesprochen. Der Krieg, so Steinmeier, habe in Deutschland einen langen Schatten hinterlassen, der noch heute sichtbar sei. Er betonte: “Wir müssen uns erinnern, um zu begreifen, wie die Vergangenheit bis in die Gegenwart hineinwirkt.” “Nur wer lernt, die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart zu erkennen, kann zu einer Zukunft frei von Kriegen, Unterdrückung und Gewalt beitragen.”

Der Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion jährte sich am 22. Juni 1938 zum 80. Mal. Historiker schätzen, dass es auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion rund 27 Millionen Tote gab. Das heutige Weißrussland, die Ukraine und Russland waren von dem Vernichtungsfeldzug besonders stark betroffen. “Keiner hatte in diesem Krieg mehr Opfer zu beklagen als die Völker der damaligen Sowjetunion”, sagte Steinmeier. Diese Opfer seien aber nicht so im kollektiven Gedächtnis verankert, wie es ihr Leid erfordere.

Steinmeier verwies auf Mahnmale und Tausende von Gräbern, die an das Schicksal der sowjetischen Kriegsopfer erinnern. “So wie im Westen die Gedenkstätten des Zweiten Weltkriegs besucht werden, wünsche ich mir, dass junge Menschen die vergessenen Orte im Osten unseres Kontinents besuchen”, sagte er. “Niemandem fällt es leicht, sich an die Schrecken der Vergangenheit zu erinnern. Aber verdrängte Erinnerung, uneingestandene Schuld wird nie leichter”, betonte er.

Aus der Versöhnung erwächst eine Verantwortung

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