US-Außenminister Blinken in Berlin: Kann er den Pipeline-Streit lösen?

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US-Außenminister Blinken in Berlin: Kann er den Pipeline-Streit lösen?

US-Außenminister Blinken setzt auf transatlantische Freundschaft. Nachdem der Pipeline-Streit beigelegt ist, könnte der neue US-Botschafter ein Kennedy sein.

Kann US-Außenminister John Kerry den Pipeline-Streit in Deutschland lösen?

Nach vier Jahren im Weißen Haus ist Donald Trumps unerfüllter Wunsch nach Frieden noch nicht erfüllt. Das zeigte sich beim ersten Besuch von US-Außenminister Antony Blinken am Mittwoch in Berlin, wo er auch an der Libyen-Konferenz teilnahm. Darüber hinaus ist der Wunsch spürbar, grundlegende Meinungsverschiedenheiten auszubügeln oder zumindest so zu begrenzen, dass die Freundschaft nicht gefährdet wird. Immerhin sollen sie wieder ganz oben auf der Tagesordnung stehen: Merkel sagte vor ihrem Treffen mit Blinken: “Wir bauen auf eine lange Tradition starker deutsch-amerikanischer Beziehungen.”

Blinken und Bundesaußenminister Heiko Maas hatten zuvor von einem neuen Geist gesprochen. Blinken bedankte sich für die Zusammenarbeit mit Deutschland und bezeichnete das Gastgeberland sogar als seinen “engsten Freund und Partner auf diesem Planeten”.

Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland haben sich deutlich verbessert.

Sätze, die eine These bestätigen könnten, die seit Monaten von Politikern fast aller Couleur zu hören ist: Der Ton und die Umgangsformen mögen sich nach dem Übergang von Trumps zu Bidens Präsidentschaft spürbar verändert haben, aber der Umgang mit Washington wird aus europäischer Sicht angesichts der ungelösten Konflikte auch in Zukunft nicht einfacher werden. Auf der einen Seite ist dies richtig. Sicherlich werden die USA ihre Positionen weiterhin vehement verteidigen. Sie werden Deutschland drängen, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen oder eine stärkere Haltung gegenüber China einzunehmen. Andererseits hat sich das transatlantische Verhältnis nicht nur in einigen konkreten Punkten verbessert, sondern ist vor allem konstruktiver geworden – und das geht über rein atmosphärische Aspekte hinaus.

Zwei, die gut zusammen sind: US-Außenminister Antony Blinken und sein deutscher Amtskollege Heiko Maas am Mittwoch in Berlin.

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