Türkei: Ein pro-kurdisches HDP-Parteibüro wurde angegriffen, eine Person wurde getötet.

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Türkei: Ein pro-kurdisches HDP-Parteibüro wurde angegriffen, eine Person wurde getötet.

Tausende Mitglieder der pro-kurdischen HDP in der Türkei sind inhaftiert, und die Regierung schürt die antikurdische Stimmung. In Izmir wurde ein HDP-Büro angegriffen.

Bei einem Angriff auf das Parteibüro der prokurdischen HDP wurde eine Person getötet.

Im westtürkischen Izmir ist bei einem bewaffneten Angriff auf das Büro der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP eine Frau getötet worden. Nach Angaben der HDP drang der Angreifer am Donnerstag in das Parteibüro ein und feuerte um sich.

Die Frau, eine Parteimitarbeiterin, sei dabei getötet worden, hieß es. Der Täter sei festgenommen worden, teilte das Gouverneursamt in Izmir mit. Es habe sich um einen ehemaligen Mitarbeiter des Gesundheitswesens gehandelt. Die Umstände der Tat waren zunächst unbekannt. Das Gouverneursamt erklärte, es werde in alle Richtungen ermittelt.

Die HDP machte die Regierung für die Tragödie verantwortlich und behauptete, sie habe die Partei seit Monaten im Visier. Die Partei rief auf Twitter zu einem Protest vor dem Provinzgebäude als Reaktion auf den “provokativen und widerlichen Angriff” auf. Auf Twitter verurteilte Hamza Dag, der stellvertretende Vorsitzende der regierenden islamisch-konservativen AKP-Partei, das Verbrechen.

In der Türkei stößt die HDP seit jeher auf Widerstand. Tausende Parteimitglieder sind inhaftiert, der Partei droht derzeit ein Verbot. Das türkische Verfassungsgericht wird am Montag entscheiden, ob es einen ähnlichen Antrag der Generalstaatsanwaltschaft annimmt oder nicht.

Die HDP wird von Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigt, ein verlängerter Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zu sein, die in der Türkei, in Europa und in den USA als terroristische Vereinigung gilt. Die HDP weist den Vorwurf zurück.

210617-99-32460/2

HDP-Erklärung

Mitteilung des Gouverneursamtes

Hamza Dag’s Twitter

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