“Stunde der Gartenvögel”: Seltene insektenfressende Vogelarten

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“Stunde der Gartenvögel”: Seltene insektenfressende Vogelarten

Ein tragischer Trend setzt sich fort: Insektenfressende Vogelarten werden immer seltener. Damit ist die alljährliche Zählaktion “Stunde der Gartenvögel” beendet.

Insektenfressende Vogelarten wurden in geringerer Zahl dokumentiert.

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Bei der “Stunde der Gartenvögel” wurden weniger insektenfressende Vogelarten festgestellt, womit sich ein langjähriger Trend fortsetzt.

Mauersegler, Rauchschwalbe, Trauerschnäpper und Grauschnäpper gehören in diesem Jahr zu den größten Verlierern, so der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), der am Mittwoch die endgültige Bilanz der Aktion veröffentlichte. Im Mai waren vorläufige Ergebnisse veröffentlicht worden.

Vom 13. bis 16. Mai zählte der Nabu fast 140.000 Individuen in Gärten und Parks. Bislang wurden rund 3,1 Millionen Vögel von 230 verschiedenen Arten gemeldet. Im Durchschnitt waren es nur etwa 33 Vögel pro Garten. Mitorganisiert wird die jährliche Mitmachaktion vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV).

Laut Nabu ist der Vogelbestand in deutschen Dörfern und Städten seit Beginn der Zählung im Jahr 2005 recht konstant. Bei anderen Arten gibt es jedoch einen deutlichen Rückgang. “Wer unseren gefiederten Sorgenkindern helfen möchte, kann seinen Garten so gestalten, dass sich die Insekten dort wohlfühlen: heimische Laubbäume pflanzen, Ecken mit Wildpflanzen anlegen und natürlich auf Umweltgifte verzichten”, sagte Leif Miller, Nabu-Bundesgeschäftsführer.

An die Spitze der Rangliste der häufigsten Gartenvögel ist das Rotkehlchen geklettert: Der Singvogel, der wenige Monate zuvor zu Deutschlands “Vogel des Jahres” gekürt wurde, landete auf dem neunten Platz – “vielleicht wegen des Amtsbonus”, so der Nabu. Der Haussperling triumphierte auch in diesem Jahr wieder. Es folgten unter anderem Amsel, Kohlmeise, Star, Blaumeise, Feldsperling, Elster und Ringeltaube.

Der Nabu hatte sich zuvor erfreut über die vielen Blaumeisen geäußert, die gezählt wurden. Ein Bakterium hatte im vergangenen Jahr in verschiedenen Teilen Deutschlands ein großes Tiersterben ausgelöst. Nach den Ergebnissen der Zählung gibt es derzeit 22% mehr Blaumeisen in der Region.

Auch ein seltener Fund wurde von den Naturschützern hervorgehoben. In der Nähe von München wurde eine sehr seltene Kappenammer gesichtet. Diese Art ist auf dem Balkan beheimatet und hat bisher nur einmal in Deutschland gebrütet.

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Pressemeldung des Nabu

Die Ergebnisse der Gartenvogelstunde

Die Stunde der Gartenvögel

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