Schulze will, dass im Rahmen der Energiewende 2 % der Landesfläche für Windräder genutzt werden.

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Schulze will, dass im Rahmen der Energiewende 2 % der Landesfläche für Windräder genutzt werden.

Die Bundesregierung will und muss vor dem Hintergrund des Klima-Urteils des Bundesverfassungsgerichts ihre Klimaziele verschärfen. Das erfordert einen stärkeren Einsatz von Wind- und Solarenergie. Deutlich mehr, sagt Umweltministerin Schulze.

Schulze will Windräder auf 2 % der Landesfläche.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will mehr Flächen für den Ausbau von Windrädern und hat den Koalitionspartner CDU/CSU zum Handeln aufgefordert.

“Wer Ja sagt zu weiterem Klimaschutz, muss auch Ja sagen zu mehr Strom aus Wind und Sonne”, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Mehr Flächen für Windräder seien die entscheidende Stellschraube. Insgesamt würden 2 % der Landesfläche benötigt.”

“Die Koalition sollte ein Vorbild sein.”

Er glaubt, dass die Koalition hier noch Potenzial hat, ein starkes Zeichen zu setzen. “Denn ohne genügend Fläche nützen auch die schnellsten Räumungsverfahren nichts. Damit wir keine Zeit verlieren, muss die CDU/CSU endlich den Weg frei machen für die Novellierung des Bau- und Raumordnungsrechts.”

“Leider bewegen sich Länder wie Bayern und Baden-Württemberg beim Windkraftausbau immer noch im Schneckentempo”, so Schulze weiter. Nordrhein-Westfalen sei mit neuen Abstandsbegrenzungen sogar auf dem falschen Weg. So kann es nicht weitergehen, wenn wir die Energieversorgung unseres Industriestandortes nicht aufs Spiel setzen wollen.”

Das Bundesverfassungsgericht hat ein Urteil zum Klimawandel gefällt.

Die schwarz-rote Koalition im Bund will die Klimaziele verschärfen, auch als Reaktion auf ein Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das besagt, dass ernsthafte Anstrengungen zur Emissionsminderung nicht auf Kosten der jungen Generation aufgeschoben werden dürfen.

Der schnellere Ausbau des Ökostroms ist ein Weg, um den Klimaschutz zu verbessern, allerdings haben sich SPD und CDU/CSU hier noch nicht geeinigt. Der Ausbau der Windkraft verzögert sich nach Angaben der Energiewirtschaft durch langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, fehlende ausgewiesene Standorte und mehrere Klagen, unter anderem aus Gründen des Artenschutzes.

Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie, glaubt, dass die Nutzung von zwei Prozent der Fläche in jedem Bundesland für die Windenergie ausreicht, um einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Er glaubt, dass es dem Verband gelingen wird, dieses Ziel sowohl im Erneuerbare-Energien-Gesetz als auch im Raumordnungsgesetz zu verankern und damit eine starke Verbindlichkeit für die Landes- und Regionalplanung zu schaffen. “Ankündigungen nützen uns dagegen wenig. Konkretes Handeln ist gefragt”, so Albers weiter.

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