Reportage über die Pläne der Sozialdemokraten, in der Provinz Boden zu gewinnen.

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Reportage über die Pläne der Sozialdemokraten, in der Provinz Boden zu gewinnen.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil erklärt, wie sich seine Partei vor der Bundestagswahl im niedersächsischen Flachland aus ihrem immer wiederkehrenden Stimmungstief befreien will. Ein Besuch vor Ort.

Die Sozialdemokraten wollen auf diese Weise in der Provinz aufholen.

Lars Klingbeil braucht nur ein bisschen Grünzeug, um Linda zu überzeugen. Das Giraffenweibchen reckt mühelos ihren langen Hals bis zur Ladefläche des Unimog-Geländewagens des SPD-Generalsekretärs. Linda knabbert vertrauensvoll an der Hand von Klingbeil. Nach dem Corona-Pflichturlaub ist der 43-Jährige auf Wahlkampftour in seiner niedersächsischen Heimatregion Heidekreis und besucht den Safaripark in Hodenhagen, wo die Gäste wieder einmal exotische Tiere im eigenen Auto sehen können.

Der temperamentvolle Direktor des Parks, Fabrizio Sepe, spricht über die Bemühungen der Tourismusbranche, die Pandemie zu überstehen. In den vergangenen Monaten rief er häufig bei Klingbeil an, wenn er mit der Politik unzufrieden war. Nicht immer konnte der SPD-Mann helfen, aber er hatte immer ein offenes Ohr. Klingbeil, der vor vier Jahren im Wahlkreis Rotenburg I – Heidekreis ein Direktmandat im Bundestag errungen hat, weiß solche Anerkennungen zu schätzen. Doch Klingbeil kämpft nicht nur um seine persönliche Wiederwahl, sondern um die Zukunft der Sozialdemokratie insgesamt.

Als Generalsekretär ist er für den Wahlkampf der SPD zuständig. Wenn Kanzlerkandidat Olaf Scholz gegen Laschet von der CSU und Annalena Baerbock von den Grünen eine Chance haben will, müsste die Kampagne so schnell Fahrt aufnehmen wie Antilopen im Park und so viel Wut entfesseln wie ein Nashorn in voller Fahrt. Und die SPD müsste endlich die Zähne zeigen, aggressiv auftreten, wie ein Löwe. Denn die politische Landschaft ist kein Vergnügungspark, sie ist wie die Wildnis: Es geht ums Fressen und Gefressenwerden.

Für die SPD geht es bei der Bundestagswahl ums nackte Überleben

Für die SPD geht es bei der Bundestagswahl in rund 100 Tagen um nichts weniger als das nackte Überleben. Nach aktuellen Prognosen könnte das schlechteste Ergebnis der Sozialdemokraten bei einer Bundestagswahl, das 2017 mit Spitzenkandidat Martin Schulz erzielt wurde, sogar… Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Nachricht.

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