Putin telefoniert mit Merkel und bittet um Zusammenarbeit.

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Putin telefoniert mit Merkel und bittet um Zusammenarbeit.

Der aktuelle Zustand der Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union ist von Misstrauen geprägt. Putin und Merkel telefonieren am Jahrestag des Überfalls von Hitlerdeutschland auf die Sowjetunion.

Putin bittet Merkel um Zusammenarbeit.

80 Jahre nach dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion hat der russische Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen mit Berlin aufgerufen.

“Die Überwindung der gegenseitigen Feindschaft und die Versöhnung des russischen und des deutschen Volkes sind von wesentlicher Bedeutung für das Schicksal des Nachkriegseuropas”, erklärte der Kreml nach einem Telefongespräch Putins mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der beste Weg, die Sicherheit des Kontinents zu gewährleisten, sei die Zusammenarbeit, heißt es in der Erklärung.

Die Beziehungen zu Moskau sind auf einem historischen Tiefpunkt.

Wegen vieler Meinungsverschiedenheiten sind die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau seit einiger Zeit angespannt. Russland fühlt sich zu Unrecht für die Ermordung des Kreml-Gegners Alexej Nawalny, die Ermordung eines Georgiers im Berliner Tiergarten und den Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag 2015 verantwortlich gemacht. Putin hatte sich zuvor in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung Die Zeit für eine europäische Zusammenarbeit ausgesprochen.

Merkel erinnerte an die Qualen, “die durch deutsche Gräueltaten über die Menschen in Russland, der Ukraine, Weißrussland und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken gebracht wurden”, so Regierungssprecher Steffen Seibert. Dies sei auch heute noch in vielen Haushalten ein Problem. Seibert weiter: “Dass so viele Menschen aus diesen Völkern den Weg der Versöhnung nach Deutschland gesucht haben, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit”, sagte er.

Der Kreml bedankte sich bei Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die Teilnahme an den Gedenkfeiern zum Jahrestag der Invasion, die von deutscher Seite gesponsert wurden. “Beide Seiten betonten, wie wichtig es ist, die historische Erinnerung an die tragischen Ereignisse jener Jahre zu bewahren.”

Die Sowjetunion hatte mit rund 27 Millionen Toten mehr Opfer als jedes andere Land im Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Der Einmarsch der Nazis am 22. Juni 1941 markierte für die Kommunisten den Beginn des Großen Vaterländischen Krieges. Vor allem in Russland und anderen ehemaligen Sowjetstaaten fanden am Dienstag Gedenkveranstaltungen statt.

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