Netanjahu wird seinen Amtssitz in Israel erst in drei Wochen wieder verlassen.

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Netanjahu wird seinen Amtssitz in Israel erst in drei Wochen wieder verlassen.

Israels Premierminister Binyamin Netanyahu ist nicht mehr im Amt. Er wohnt aber weiterhin in seiner Dienstwohnung in Jerusalem, die sein Nachfolger duldet.

Für die nächsten drei Wochen wird Netanjahu seinen Amtssitz nicht verlassen.

Der ehemalige israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weigert sich, seinen Amtssitz in Jerusalem für drei Wochen zu verlassen, nachdem er abgelöst wurde.

Beide Seiten hätten sich auf einen Übergabetermin geeinigt, teilte das Büro des nächsten Regierungschefs, Naftali Bennett von der ultrarechten Jamina-Partei, mit. Bis zum 10. Juli sollten Netanjahu und seine Familie aus ihrem Haus in der Smolenskin-Straße ausgezogen sein. Bis dahin durften dort keine offiziellen Treffen stattfinden. Die Übergabe an Bennett, 49, war für den 11. Juli geplant.

Nach Bennetts Ernennung empfing Netanjahu weiterhin Nikki Haley, die ehemalige Botschafterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, in seinem Amtssitz. Dies wurde in den Medien weithin als ein Zeichen der Verachtung für die neue Führung kritisiert. Bennett und Jair Lapid von der Zukunftspartei führten eine Acht-Parteien-Koalition an, die vor einer Woche nur noch eine Stimme von der Bestätigung im Parlament entfernt war.

Bennett will Netanjahu, 71, und seiner Familie eine “Anpassungszeit” gewähren, so die israelische Zeitung Haaretz. Sie hatten zwölf Jahre lang in dem Gebäude gelebt, das auch für offizielle Empfänge genutzt wird. Netanjahu brauchte sechs Wochen, um das Amtshaus nach seiner Wahlniederlage 1999 zu räumen. Sein Nachfolger, Ehud Olmert, hatte es dagegen schon nach vier Tagen verlassen.

Olmert trat von seinem Amt zurück, nachdem er wegen Korruption angeklagt und schließlich zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Netanyahu, der 2009 das Amt des Ministerpräsidenten übernahm, als Ehud Olmert zurücktrat, sieht sich ebenfalls einer Korruptionsuntersuchung gegenüber.

Vor dem Amtssitz an der Ecke Balfour- und Smolenskinstraße hat es in den letzten Jahren immer wieder wütende Proteste gegen den Premierminister gegeben.

Nach Medienberichten will Bennett den Amtssitz vor allem für offizielle Treffen nutzen. Seine Frau und seine vier Kinder wollen Berichten zufolge in ihrem Haus in Raanana bei Tel Aviv bleiben, weil sie dort ihren Lebensmittelpunkt haben.

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