Nawalny, ein Kreml-Feind, verklagt die russische Regierung erneut wegen der Haftbedingungen.

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Nawalny, ein Kreml-Feind, verklagt die russische Regierung erneut wegen der Haftbedingungen.

Der russische Oppositionsführer wurde Mitte Januar zu fünf Jahren Haft in einem Gefangenenlager verurteilt. Nawalny behauptete, er sei gefoltert worden, indem man ihn mitten in der Nacht mehrfach geweckt habe.

Nawalny, ein Kreml-Gegner, klagt erneut wegen der Haftbedingungen.

Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat eine neue Klage über seine Haftbedingungen in russischen Gefängnissen eingereicht. Die Anhörung fand hinter verschlossenen Türen in einem Moskauer Gerichtssaal statt.

Nach Angaben des unabhängigen Senders Dozhd war Nawalny selbst per Video anwesend. Der 45-Jährige beklagt seit Monaten, dass er fälschlicherweise als fluchtgefährdet eingestuft wird und dadurch gequält wird, indem er mehrmals pro Nacht geweckt wird.

Einwände gegen die Haftbedingungen

In dem Verfahren geht es konkret um die Haftbedingungen, unter denen Nawalny Anfang des Jahres in einer Moskauer Untersuchungshaftanstalt inhaftiert war. Es war zunächst unklar, wann das Gericht eine Entscheidung treffen würde. Anfang des Monats hatte der bekannte russische Oppositionspolitiker eine ähnliche Klage gegen die Umstände in dem Gefangenenlager verloren, in dem er derzeit eingesperrt ist.

Nawalny war nach seiner Rückkehr aus Deutschland Mitte Januar auf einem Moskauer Flughafen festgenommen worden. Ein Richter verurteilte ihn kurz darauf zu mehreren Jahren Haft in einem Gefangenenlager. Während er sich in Deutschland von einem Vorfall mit dem Nervengift Nowitschok erholte, wurde er beschuldigt, in einem früheren Strafverfahren Meldepflichten verletzt zu haben. Die Verurteilung wurde weithin als politisch motiviert kritisiert.

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Der Fernsehsender Doschd sendet einen Tweet aus.

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