Nach den Unruhen schwierige Brandschutzinspektion im besetzten Haus “Rigaer 94

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Nach den Unruhen schwierige Brandschutzinspektion im besetzten Haus “Rigaer 94

Seit Jahren weigern sich die Bewohner des besetzten Hauses “Rigaer 94”, den Hausbesitzer in sein Haus zu lassen. Für heute ist eine Brandschutzprüfung angesetzt. Dem Prüfingenieur wird der Zutritt gestattet, allerdings ohne die Anwesenheit der Polizei.

In einem bewohnten Wohnhaus wird eine schwierige Brandschutzprüfung durchgeführt “94 Rigaer

Für eine geplante Brandschutzprüfung hat die Polizei die Tür zum teilweise besetzten Haus “Rigaer 94” in Berlin-Friedrichshain aufgebrochen. Nach Angaben eines dpa-Reporters setzen die Polizisten eine Ramme, einen Spaltschleifer und eine Kettensäge ein.

Zuvor hatte es Gespräche zwischen den Anwälten der Anwohner, dem Brandinspektor und der Polizei gegeben. Nach Angaben eines Polizeisprechers seien die Verhandlungen aber abgebrochen worden. Die Bewohner der Rigaer Straße 94 wollten lediglich, dass der Brandschutzexperte die Wohnung allein und ohne die Anwesenheit der Polizei betritt.

Die Polizei teilte mit, sie habe 350 Beamte rund um die Rigaer Straße stationiert, damit der Brandschutzexperte seine Arbeit machen könne.

Die Polizei hofft auf einen unauffälligen Einsatz. “Der gestrige Widerstand war aber nur ein Muster für das, was wir erwarten können”, warnt ein Polizeisprecher. Er beschreibt die Nacht als “ruhig”. Es habe lediglich kleinere Ansammlungen am Schleidenplatz und in einer Wohnung in der Liebigstraße gegeben, aber keine nennenswerten Ausschreitungen. Am Morgen waren die Rigaer Straße und die angrenzenden Kreuzungen stark abgesperrt. Das besetzte Wohnhaus war am Morgen bis auf die 350 Polizeibeamten menschenleer. Zu morgendlichen Demonstrationen hatten weder die Besetzer noch ihre Verbündeten aus der radikalen Linken aufgerufen.

Die Polizei bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor.

Trotzdem sind die Behörden Berichten zufolge auf verschiedene Situationen vorbereitet. Die Sicherheit des Versuchsleiters stehe bei der Einsatzplanung an erster Stelle, heißt es in dem Bericht. Der Beamte erklärte: “Deshalb haben wir wesentlich stärkere Kräfte vor dem Objekt als im Objekt.” Anwohner aus der radikalen Linken hatten im Internet erklärt, dass der Brandschutzprüfer um 8.00 Uhr morgens eingelassen werde, nicht aber die Polizei. “Wir sind aufgrund eines Schutzersuchens tätig”, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. “Wir gehen nicht in das Gebäude”, wenn es aus Sicht des Betroffenen nicht notwendig sei. Die Polizei wolle aber sicherstellen, dass zumindest das Tor zum Innenhof offen bleibe, sagte er.

Vertreter des Eigentümers dürfen das Haus nicht betreten, so die richterliche Anordnung vom Mittwoch. Wider Erwarten könnte die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises nun aber doch jemanden hineinschicken, wie …. berichtet. Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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