Minsk reagiert: Die Europäische Union sperrt den weißrussischen Luftraum

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Minsk reagiert: Die Europäische Union sperrt den weißrussischen Luftraum

Brüssel hat eine harte Haltung eingenommen: Weißrussische Flugzeuge dürfen nicht mehr im EU-Luftraum fliegen. Und dabei wird es nicht bleiben. Minsk steht am Rande des Kollapses.

Weißrussischen Flugzeugen wird der Zugang zum EU-Luftraum verwehrt.

Fluggesellschaften aus der autokratischen Ex-Sowjetrepublik Weißrussland dürfen seit Samstag nicht mehr in den EU-Luftraum einfliegen und damit auf EU-Flughäfen starten oder landen.

Mit der um Mitternacht in Kraft getretenen Strafmaßnahme reagiert die EU darauf, dass der weißrussische Diktator Alexander Lukaschenko vor rund zwei Wochen eine Ryanair-Passagiermaschine auf dem Weg von Athen nach Vilnius zu einer Zwischenlandung in Minsk zwang. Daraufhin ließ er den regierungskritischen Blogger Roman Protasewitsch und seine Freundin Sofia Sapega, die sich an Bord befanden, festnehmen. Beide werden im Gefängnis festgehalten.

Die belarussische Regierung bestritt die Entscheidung der EU und kündigte Gegenmaßnahmen und eine Klage auf Schadensersatz in der belarussischen Hauptstadt Minsk an. “Als Antwort auf die Sanktionen steht ein Komplex von Maßnahmen bereit”, sagte der belarussische Präsident Roman Golowtschenko im staatlichen Fernsehsender Belarus-1 und fügte hinzu, das Land könne ganz ohne westliche Waren auskommen. Zugleich äußerte er sich optimistisch, dass der Westen keine weiteren Sanktionen verhängen werde.

Die Behörden behaupteten, dass die EU eine illegale “Luftblockade” gegen Weißrussland durchsetze. Ihnen zufolge wird die belarussische Fluggesellschaft Belavia unter Verletzung internationaler Vereinbarungen “abgewürgt”. “Diese Sanktionen stellen eine Zwangsübernahme des Marktes und des Geschäfts dar”, sagte Artyom Sikorsky, Direktor der Luftfahrtabteilung des Verkehrsministeriums, gegenüber dem offiziellen Fernsehsender ONT in Minsk. Er erklärte, dass Belavia nichts mit der Landung der Ryanair-Maschine zu tun habe. Den Mitarbeitern des Staatsunternehmens sei mitgeteilt worden, dass sie entlassen würden.

Die erzwungene Landung entlarvt nach dem EU-Sanktionsbeschluss gegen Weißrussland die Verlässlichkeit der weißrussischen Luftfahrtbehörden. Sie stellt auch einen weiteren Schritt in der Verfolgung der Zivilgesellschaft und der demokratischen Opposition in Belarus dar, heißt es in dem Bericht. Es wird von gefälschten Beweisen im Zusammenhang mit einer Bombendrohung gegen eine Ryanair-Fluggesellschaft gesprochen, die von Belarus behauptet wurde. Als eine am 23. Mai per E-Mail übermittelte Bombendrohung gar nicht erst eintraf, wurde behauptet, die Landung sei eingeleitet worden. Später traf die Mail ein. Weißrussland hat gefordert, dass der Vorfall international untersucht wird.

Reisende nach Weißrussland müssen Umwege in Kauf nehmen.

Flugreisende werden mit ziemlicher Sicherheit Umwege in Kauf nehmen müssen, um von der EU nach Weißrussland oder von Weißrussland in die EU zu fliegen, als Folge der EU-Entscheidung…. Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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