Macron und Le Pen sind Verlierer der Regionalwahlen in Frankreich.

0

Macron und Le Pen sind Verlierer der Regionalwahlen in Frankreich.

Die Regionalwahlen wecken bei vielen Menschen keine Neugierde. Marine Le Pen, die Rechtspopulistin, hat Schwierigkeiten, sich zu rechtfertigen. Macron, der französische Präsident, hat wenig Grund zur Freude.

Bei den Regionalwahlen wurden Macron und Le Pen besiegt.

Marine Le Pen und Emmanuel Macron, die als Favoriten im Kampf um den Élysée-Palast im nächsten Jahr gelten, haben in der ersten Runde der Regionalwahlen deutliche Niederlagen erlitten, mit wenig Unterstützung für ihre Präsidentenparteien.

Obwohl Le Pens Rassemblement National (RN/ehemals Front National) voraussichtlich 19 Prozent der Stimmen erhält und damit zehn Monate vor der Präsidentschaftswahl auf Platz zwei hinter dem bürgerlich-konservativen Lager liegt, ist die Anwältin und Politikerin in einer schwächeren Position als zuvor. Dennoch war der Front National aus der ersten Runde der Regionalwahlen im Dezember 2015 als dominierende Kraft hervorgegangen. Diesmal dürfte es der Partei allein darum gehen, erstmals eine Mehrheit in der Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur zu erringen. Le Pen machte die niedrige Wahlbeteiligung für das Ergebnis verantwortlich und nannte es eine “bürgerliche Katastrophe”. Der zweite Wahlgang findet am Sonntag (27. Juni) statt, um neuen Wahlbündnissen Zeit zu geben, sich zu formieren.

Bei den Regionalwahlen ist Präsident Macron nicht der Favorit.

Ein Erdrutschsieg war für Präsident Macron von Anfang an nicht absehbar. Seine Partei LREM, die noch in den Kinderschuhen steckt, ist in den Provinzen kaum verankert. Mit über zehn Prozent der Stimmen liegt sie aber derzeit weit abgeschlagen. Selbst das grüne Lager überholte den präsidialen Block mit rund 13 Prozent der Stimmen.

Stärkste Kraft ist das bürgerlich-konservative Lager mit gut 28 Prozent, wie der Fernsehsender France 2 am Montagabend unter Berufung auf Hochrechnungen berichtete. Die konservativen Republikaner und ihre Verbündeten halten derzeit die meisten Regionen zusammen mit den Sozialisten, die mit rund 16 Prozent auf Platz drei liegen.

Beobachter sagen, die Regionalwahlen seien zwar ein wichtiger Stimmungstest. Allerdings ist es noch zu früh, um endgültige Schlüsse für den Kampf um das höchste Amt im Staat im nächsten Jahr zu ziehen. So ist die bürgerliche Rechte, die in den Regionen stark verankert ist, auf nationaler Ebene gespalten und sucht händeringend nach einem Anführer – eine Rolle, die lange Nicolas Sarkozy innehatte.

Lesen Sie auch

Share.

Leave A Reply