Kurbeln Selfies und Videokonferenzen den Schönheitswahn an? Social Media und Fotofilter: Kurbeln Selfies und Videokonferenzen den Schönheitswahn an?

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Kurbeln Selfies und Videokonferenzen den Schönheitswahn an? Social Media und Fotofilter: Kurbeln Selfies und Videokonferenzen den Schönheitswahn an?

In den sozialen Medien sind größere Augen und glattere Wangen dank Fotoverbesserungen kein Problem. Laut plastischen Chirurgen streben jedoch immer mehr junge Menschen danach, auch ohne den Einsatz von Technik so auszusehen. Erwachsene hingegen entwickeln durch die Pandemie neue Schönheitswünsche.

Wird der Schönheitswahn durch Selfies und Videokonferenzen angeheizt?

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Seit über 30 Jahren erfüllt Werner Mang Schönheitswünsche. Allerdings, so der Chef der Bodenseeklinik für Plastische Chirurgie in Lindau, vergrault er immer mehr junge Patienten. “Ich hatte heute Morgen wieder ein 13-jähriges Mädchen hier, das die Nase von Kylie Jenner haben wollte.”

“Das ist eine kranke Entwicklung. Der 71-Jährige, der schon Götz Georges Nase repariert hat, glaubt: “Mark Zuckerberg hat Monster geschaffen.”

Als Treiber eines neuen Schönheitswahns bei jungen Menschen, Social Media und Fotofilter? Alexander Hilpert, plastischer Chirurg, sieht darin einen potenziell gefährlichen Trend. “Wer häufig Bilder von sich postet, will auch besser aussehen”, sagt der 56-Jährige, der in Duisburg und Düsseldorf arbeitet. “Das hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen, und diese Forderungen kommen mittlerweile täglich.”

Der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGPC) liegen dazu keine verlässlichen Daten vor. Sie listet in ihrer Jahresstatistik 2020 nur die tatsächlich durchgeführten Eingriffe und die Gründe dafür auf, nicht aber die abgelehnten Anträge. Demzufolge haben nur 2,3 Prozent der Patienten digital veränderte Vorlagen von sich selbst als Ziel angegeben, 11,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Schablonen, die schön umgestaltet wurden

Laut Hilpert hängt diese Zahl mit Corona zusammen. “Ich rechne fest damit, dass diese Anfragen noch einmal zunehmen werden.” Schließlich seien junge Menschen während der Pandemie noch häufiger online als zuvor. Hilpert gibt zu bedenken: “Die Leute sehen dort nur schön transformierte Vorbilder.” “Und wenn Nutzer auf Tiktok Tänze imitieren, wollen sie häufig so aussehen wie sie.”

Jugendliche nutzen Instagram, Snapchat, Tiktok und andere Social-Media-Plattformen im Pandemiejahr 2020 häufiger als im Vorjahr, so eine Ende letzten Jahres veröffentlichte JIM-Studie. Demnach stieg die Zahl der Jugendlichen, die angaben, Tiktok mindestens mehrmals pro Woche zu nutzen, um 19 Prozent. Besonders beliebt war die Software bei den 12- bis 15-Jährigen.

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