Kommentar: Zwei Länder, ein Flüchtling: Eine absurde Asylpolitik

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Kommentar: Zwei Länder, ein Flüchtling: Eine absurde Asylpolitik

Über 17.000 Flüchtlinge haben in Griechenland Asyl erhalten, obwohl sie sich derzeit in Deutschland aufhalten. Zurückgeschickt werden konnten sie bisher nicht.

Absurde Asylpolitik: ein Flüchtling, zwei Nationen

Schon vor der Pandemie war die Asylpolitik mit ihren vielen Ungereimtheiten als zentrales Thema in den Hintergrund getreten. Das heißt aber nicht, dass die Probleme gelöst sind. Die Idee der europäischen Freizügigkeit wird zum Unsinn, wenn 17.000 Migranten, die bereits in Griechenland Asyl erhalten haben, ungehindert nach Deutschland gelangen und dort bleiben können. Sicherheit in Europa zu finden, bedeutet nicht, sich das Land aussuchen zu können, in dem man lebt.

Athen muss von der deutschen Regierung unter Druck gesetzt werden.

Das Szenario ist grotesk: Ein deutsches Gericht hat den Flüchtlingen die Rückkehr verwehrt, weil sie in Griechenland angeblich zu grausam behandelt werden, obwohl sie hier keine Möglichkeit haben, eine Art zweites Asyl zu bekommen.

Nach dieser Logik könnten die südlichen EU-Mitglieder jedem Flüchtling, der kommt, Asyl gewähren, weil sie wissen, dass er irgendwann nach Deutschland kommt. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung nicht nur mit der griechischen Regierung redet, sondern sie auch zu einem Kurswechsel drängt, und sei es durch finanzielle Hilfen. Andernfalls wird das Thema Migration schneller wieder auf die öffentliche Agenda kommen, als vielen deutschen Politikern lieb ist.

Siehe auch: Immer mehr anerkannte Migranten aus Griechenland kommen in Deutschland an.

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