Kommentar: Jetzt ist der Moment, nach dem EU-US-Gipfel voranzukommen

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Kommentar: Jetzt ist der Moment, nach dem EU-US-Gipfel voranzukommen

Während Bidens Besuch gab es ein Zeichen der Versöhnung. Der EU-US-Gipfel war jedoch alles andere als ein Wunschkonzert.

Gipfel zwischen der EU und den USA: Jetzt ist es an der Zeit, vorwärts zu gehen

Hallo und willkommen in der neuen europäisch-amerikanischen Ära. Dem Treffen von US-Präsident Joe Biden mit den EU-Staats- und Regierungschefs fehlte die handelspolitische Frechheit, die sich manche in Brüssel erhofft hatten. Es gibt einen Waffenstillstand im längsten und – bei allem Respekt – unlogischsten Streit der Welt über staatliche Subventionen für Boeing und Airbus, mit dem alle Parteien leben können. Das sollte als Symbol der Versöhnung genügen.

Washington und Brüssel haben sich auf einen neuen Gesprächsrahmen geeinigt.

Auch wenn Joe Biden nicht Donald Trump heißt, muss der US-Präsident die Stimmung zu Hause kennen. Es gibt gemeinsame Interessen bei Datenschutz, Impfstoffen, Gesetzen und der Besteuerung von Digitalfirmen, aber im Detail liegen sie noch weit auseinander. Unterschiedliche Methoden und aktuelle Themen lassen sich nicht mit einem Federstrich vom Tisch wischen, sie müssen gedanklich zusammengeführt werden. Washington und Brüssel sind sich dessen wohl bewusst und haben sich auf einen neuen Verhandlungsrahmen geeinigt. Das ist ein mutiger und richtiger Schritt, sofern er zu Ergebnissen führen soll. Beim Klimawandel ziehen beide Parteien schon lange an einem Strang.

Der EU-US-Gipfel war kein Wunschdenken, aber er hat die Tür zu einer Wirtschaftspartnerschaft geöffnet, die nicht nur die gleichen Ziele hat, sondern auch auf mehr oder weniger gleichen Werten beruht. Mehr hätte man nicht erwarten können und dürfen. Joe Biden hinterlässt seine Spuren in Europa. Da sind zum einen die wohltuenden Erklärungen für die NATO und für ein multilaterales Handelssystem, in dem man nicht immer einer Meinung sein muss, sondern auch unterschiedliche Wege koordinieren kann. Der US-Präsident hat eine offene Kriegserklärung an China vermieden, aber dennoch eine Allianz der Demokraten geschmiedet. Auf dem Weg dorthin müssen sowohl die USA als auch die EU lernen, miteinander Lösungen zu finden.

Wir wollen wissen, was Sie darüber denken: Dafür arbeitet die Augsburger Allgemeine mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich anmelden sollten, … Das ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Newsmeldung.

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