Kommentar: Die Europareise von US-Vizepräsident Joe Biden zeigt, dass er kein Softie ist.

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Kommentar: Die Europareise von US-Vizepräsident Joe Biden zeigt, dass er kein Softie ist.

Natürlich ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten deutlich freundlicher als sein Vorgänger Donald Trump. Doch in der Sache ist er hart, vor allem wenn es um China geht.

Die Europareise von US-Vizepräsident Joe Biden zeigt, dass er kein Softie ist.

Die Europareise des neuen US-Präsidenten Joe Biden wird vor allem für das in Erinnerung bleiben, was er nicht getan hat. Er hat seine Gesprächspartner nicht gleich nach ihrer Ankunft harsch gezüchtigt und behauptet, dass jede Minute, die er mit ihnen verbringt, Zeitverschwendung sei. Er hat nicht jeden möglichen Deal mit einem Tweet direkt nach einem Treffen zerrissen. Er hat niemanden öffentlich beleidigt, kein Land verärgert oder gar den britischen Monarchen brüskiert (obwohl Bidens Sonnenbrille die Protokoll-Puristen im Palast beunruhigt hat).

All das reichte den Europäern, um Bidens Reise als vollen Erfolg zu werten. Das zeigt vor allem die unglaublich niedrigen Erwartungen nach den Trump-Jahren der Unzufriedenheit. Wer jedoch bei allen Gipfeltreffen genauer hingesehen hat, hat zwar einen neuen Ton, aber keine wirklich neue Botschaft wahrgenommen.

Joe Biden muss in seinem eigenen Hinterhof gewinnen.

Es ist sicher ermutigend, dass ein amerikanischer Präsident wieder über Werte spricht, auch über gemeinsame Anliegen wie den Klimaschutz. Aber mit einer strategischen Kehrtwende hat das nichts zu tun. Trotz aller frühen Triumphe Bidens bleibt eine Sache konstant: Er muss zu Hause gewinnen. Auch unter ihrem neuen Präsidenten sind die USA ein tief gespaltenes Land. Zwar hat Biden seine massiven Konjunktur- und Investitionsprogramme relativ reibungslos durch den Kongress gebracht, aber das liegt vor allem an der pandemischen Sondersituation – und an der Entschlossenheit der von Trump gedemütigten Demokraten, ihre hauchdünnen Mehrheiten entschlossen zu nutzen. Bidens Beliebtheitswerte liegen über denen seines Vorgängers, was aber nicht selbstverständlich ist, da er historische Tiefstwerte erreichte. Mit knapp über 50 Prozent sind sie weit von der Unterstützung entfernt, die wirklich populäre Präsidenten wie Franklin D. Roosevelt hatten, die das System der USA komplett umkrempeln konnten.

Am wichtigsten ist, dass sich trotz aller sanfteren Töne nichts an der schärferen Ausrichtung der US-Außenpolitik geändert hat. Das zeigte sich bei Bidens Treffen mit Wladimir Putin, wo von einem Neuanfang, wie unter Obama, die Rede war… Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Nachricht.

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