Kommentar: Angela Merkel auf der internationalen Bühne: Wer auch immer ihre Nachfolge antritt, wird es nicht leicht haben.

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Kommentar: Angela Merkel auf der internationalen Bühne: Wer auch immer ihre Nachfolge antritt, wird es nicht leicht haben.

Auf dem G7-Gipfel hatte Angela Merkel ihren letzten großen außenpolitischen Auftritt. Unabhängig davon, wer gewählt wird, steht er vor einer schwierigen Aufgabe.

Angela Merkel auf dem internationalen Parkett: Wer auch immer ihre Nachfolge antritt, wird es nicht leicht haben.

Wer in diesen Tagen mit ausländischen Journalisten spricht, bekommt immer wieder die gleiche Frage gestellt: Ist es denkbar, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel sich umentscheidet und weitermacht? Für viele scheint ein Deutschland ohne Merkel nach 16 – manchmal harten – Jahren unvorstellbar. Die Bundestagswahl im September wird daher nicht nur für die Deutschen, sondern auch für den Rest der Welt ein Schock sein. Dort hatte sich die Kanzlerin einen Platz auf der Bühne erobert, wo sie verehrt und gelegentlich belächelt wurde.

Angela Merkels Vermächtnis auf der Weltbühne ist eines des Pragmatismus und der Beharrlichkeit.

Sie beeindruckte mit ihrer deutschen Sachlichkeit und Hartnäckigkeit, anstatt eitel wie Macron, aufbrausend wie Trump oder aalglatt wie Kurz zu sein. Sie triumphierte als “Königin der Nacht” auf so manchem kräftezehrenden Gipfel, der bis in die frühen Morgenstunden dauerte. Merkels Außenpolitik ist gestählt, ob Eurokrise, Flüchtlingskrise oder Krieg in der Ukraine. Merkel war die Personifizierung von “fürchte dich nicht”, sie setzte auf Kooperation (es war Merkel, die darauf bestand, den Corona-Impfstoff über die EU zu bestellen) und die Kraft des persönlichen Austauschs. Nichts in Europa funktionierte ohne sie. Merkel wurde 2015 vom Time Magazine zur “Kanzlerin der freien Welt” gekürt.

Beim G7-Gipfel in Cornwall absolvierte die 66-Jährige einen ihrer letzten großen internationalen Auftritte; schon beim nächsten Treffen der mächtigsten Staaten wird eine andere oder ein anderer ihren Platz eingenommen haben. Egal, wer es ist, er oder sie wird eine schwierige Aufgabe vor sich haben. Das liegt nicht nur am Ruf der deutschen Kanzlerin, sondern auch daran, dass sie eine schwierige Aufgabe hinterlässt. Trotz ihrer internationalen Fußstapfen fehlte ihr gelegentlich der Mut, im entscheidenden Moment den nächsten Schritt zu tun. Und so wird sich das Land entscheiden müssen, welche Rolle es in Zukunft spielen wird, ob es bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen, die… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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