Israel greift den Gaza-Streifen an, nachdem die Hamas im Nahost-Krieg Brandbomben abschießt.

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Israel greift den Gaza-Streifen an, nachdem die Hamas im Nahost-Krieg Brandbomben abschießt.

Nach den elftägigen Kämpfen im vergangenen Monat vereinbarten Israel und die Hamas einen Waffenstillstand. Israel hat in Verletzung der Waffenruhe einen Luftangriff auf den Gazastreifen gestartet.

Israel beschießt den Gazastreifen, nachdem die Hamas Brandbomben abgeworfen hat.

Zum ersten Mal seit Inkrafttreten der Waffenruhe mit der Palästinenserbewegung im Mai haben israelische Flugzeuge militärische Einrichtungen der Hamas im Gazastreifen angegriffen.

Nach Angaben der israelischen Armee waren die Bombardierungen in der Nacht zum Mittwoch eine Vergeltung für den Abschuss von Brandbomben aus dem Küstenstreifen auf israelisches Gebiet. Im Gazastreifen waren mehrere Explosionen zu hören, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Verletzt wurde dem Bericht zufolge niemand. Bei der Bombardierung von zwei Militäreinrichtungen der Hamas seien jedoch erhebliche Schäden entstanden.

Die sogenannten Brandballons wurden den Angaben zufolge aus Protest von Palästinensern gegen den geplanten Fahnenmarsch gestartet, der am Dienstag in Jerusalem stattfand und an dem rund 5000 israelische Nationalisten teilnahmen. Die Route führte auch durch das muslimische Viertel Jerusalems, was die Palästinenser als gezielte Provokation empfanden. Im Vorfeld des Marsches waren mehrere Felder im Süden Israels in Brand gesetzt worden. Israelische Feuerwehrleute glauben, dass die Brände durch Brandballons verursacht wurden, die von militanten Palästinensern aus dem Gazastreifen abgeschossen wurden. Militante Palästinenser lassen regelmäßig solche Ballons, die mit Sprengstoff und Brandbomben beladen sind, über die israelisch-palästinensische Grenze steigen, um Verwüstungen anzurichten.

Im vergangenen Monat war Israel in eine 11-tägige Konfrontation mit palästinensischen Terroristen im Gazastreifen verwickelt. Nach Angaben der israelischen Polizei wurden dabei 13 Menschen ermordet, nach palästinensischen Angaben wurden in Gaza 255 Menschen ermordet. Ägypten gelang es schließlich, einen Waffenstillstand zwischen Israel und der in Gaza herrschenden Hamas zu vermitteln, der am 21. Mai in Kraft trat. Der Fahnenmarsch zum sogenannten Jerusalem-Tag war für den 10. Mai geplant, wurde aber wegen des Raketenbeschusses durch die Hamas abgesagt.

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