Innenpolitik: CSU-Vizepräsident Weber spricht sich für die Rente mit 63 aus.

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Innenpolitik: CSU-Vizepräsident Weber spricht sich für die Rente mit 63 aus.

Das Sparen an der Rente mit 63 zugunsten der Mütterrente befürwortet CSU-Vizepräsident Manfred Weber und betont, die Mütterrente sei eine “Frage der Gerechtigkeit”.

CSU-Vizepräsident Weber sorgt sich um seine Rente mit 63.

Manfred Weber, Vizepräsident der CSU, hat sich dafür ausgesprochen, die Mütterrente zu verlängern, statt an der Rente mit 63 zu sparen. “Wenn wir aber Mehrausgaben vorschlagen, müssen wir an anderer Stelle sparen”, sagte das CSU-Europa-Mitglied der “Augsburger Allgemeinen”. Weber betonte, die Mütterrente sei eine Frage der Fairness.

“Wir sollten wissen, dass zum Beispiel die von der SPD propagierte Möglichkeit, bereits mit 63 in Rente zu gehen, weder ein Beitrag zur Stabilität des Systems noch zur Generationengerechtigkeit ist”, fügte er auf die Frage nach Einsparpotenzialen hinzu. Weber plädierte für “Ehrlichkeit darüber, was geht und was nicht geht”, so der Minister.

Derzeit erhalten Mütter und Väter, die vor 1992 Kinder erzogen haben, nur 2,5 Rentenpunkte pro Kind. Bei den danach Geborenen sind es 3 Rentenpunkte. Die CSU versucht, hier eine Parität zu erreichen. Carolina Trautner, die bayerische Sozialministerin, hat erklärt, dass die Mütterrente “vollendet” werden soll. Mit der Rente mit 63 können Versicherte, die mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung zurückgelegt haben, diese Altersrente ohne Abschläge in Anspruch nehmen, sobald sie das 63. Lebensjahr vollendet haben. Das Programm startete im Juli 2014.

Im Streit um die finanzielle Stabilität des Rentensystems sorgte kürzlich ein Gutachten für Aufsehen, das eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 68 Jahre bis 2042 empfiehlt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kritisierte den Vorschlag als “falschen Weg”. Um das Rentensystem stabil zu halten, sei es viel notwendiger, “dass viele Menschen in Arbeit sind und anständige Löhne bekommen”, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Heil sprach sich dafür aus, auch Beamte langfristig in die Rentenversicherung einzubeziehen. “Generell halte ich es für richtig, darüber nachzudenken, langfristig alle in einer Erwerbstätigenversicherung zu vereinen”, sagte Heil. Es gehe darum, “dass wir langfristig ein System schaffen, das für alle gerecht ist.” Wenn dies aber beschlossen werde, “wird es in sehr langen Übergangszeiten laufen”, sagte Heil.

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