Ifo-Präsident Fuest wirft der CDU/CSU vor, im Wahlkampf Steuersenkungen und Neuverschuldung abzulehnen.

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Ifo-Präsident Fuest wirft der CDU/CSU vor, im Wahlkampf Steuersenkungen und Neuverschuldung abzulehnen.

Clemens Fuest erkennt in der Strategie der CDU/Wahlkampf-CSU eine Menge Fehler. Höhere Schulden sollten seiner Meinung nach für die Expansion vorübergehend in Kauf genommen werden.

Ifo-Präsident Fuest attackiert die CDU/CSU für ihre Ablehnung von Steuersenkungen und zusätzlichen Schulden.

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat bei der Vorstellung des Programms der CDU-Wahl-CSU die Ablehnung von stärkeren Steuersenkungen und einer höheren Neuverschuldung verurteilt. “Steuersenkungen würden der Wirtschaft helfen, sich von der Corona-Krise zu erholen und würden sich dabei teilweise selbst finanzieren, aber zumindest kurzfristig nicht vollständig”, sagte der Chef des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts unserer Redaktion. “Eine Erhöhung der öffentlichen Investitionen ist der gleiche Weg, also muss man sie entweder mit einer höheren Verschuldung oder mit Ausgabenkürzungen koppeln”, erklärte Fuest.

Für eine wirtschaftliche Erholung sollten auch Schulden aufgenommen werden.

In diesem Umfeld hält der Ökonom eine höhere Verschuldung auch ohne eine Lockerung der CDU-Schuldenbremse für möglich. “Höhere Schulden sind mit der Schuldenbremse vereinbar, wenn damit zum Beispiel Investitionen in öffentliche Unternehmen wie die Bahn finanziert werden”, sagte der Ifo-Chef. “Grundsätzlich halte ich es für richtig, dem wirtschaftlichen Aufschwung, der Entwicklung und der Beschäftigung Priorität einzuräumen und dafür vorübergehend höhere Staatsschulden in Kauf zu nehmen”, betonte Fuest. “Gleichzeitig müssen bestehende Ausgabenprogramme, insbesondere Finanzhilfen und Steuersubventionen, überprüft werden”, schlug der Ökonom vor. (AZ)

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