Humanitäre Krise im Mittelmeer: Palermo hält das Rettungsschiff “Sea-Eye 4” fest

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Humanitäre Krise im Mittelmeer: Palermo hält das Rettungsschiff “Sea-Eye 4” fest

Die italienischen Behörden glauben nach Angaben von Sea-Eye, dass das Schiff zu viele Menschen ohne ausreichende Genehmigung transportiert. Die deutsche Gruppe bittet nun Berlin um Hilfe.

Das Rettungsschiff “Sea-Eye 4” ist in Palermo festgesetzt worden.

Das deutsche Seenotrettungsunternehmen “Sea-Eye” ist im Hafen von Palermo auf Sizilien von der italienischen Polizei beschlagnahmt worden.

Wie die Sprecherin der Organisation, Gorden Isler, der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, muss die “Sea-Eye 4” dort auf unbestimmte Zeit bleiben. Eine der Begründungen der Behörden sei, dass das Schiff viel zu viele Menschen an Bord habe.

Die Behörden begründeten dies laut Isler damit, dass das Schiff nicht als Rettungsschiff klassifiziert sei und deshalb andere Regeln gelten, etwa für das Abwassersystem und die maximale Anzahl der Passagiere an Bord. Das Dilemma der Organisation sei, dass es die von den italienischen Behörden geforderte Rettungsschiffsklassifizierung unter deutscher Flagge nicht gebe. Deshalb bittet Sea-Eye Deutschland um Hilfe.

Die “Sea-Eye 4” hat bei ihrer jüngsten Expedition im Mai nach eigenen Angaben 408 Bootsmigranten aus dem zentralen Mittelmeer gerettet und nach Pozzallo auf Sizilien gebracht. Anschließend wurde die Crew der privaten Organisation zur Quarantäne und Schiffsreparatur nach Palermo geschickt. Für ihren Einsatz ernannte der Bürgermeister der Stadt die Schiffsbesatzung am Freitagabend zu Ehrenbürgern.

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