Großbritannien: Die Brexit-Aufregung hat sich fünf Jahre nach dem Referendum gelegt.

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Großbritannien: Die Brexit-Aufregung hat sich fünf Jahre nach dem Referendum gelegt.

Das britische Volk hat sich 2016 in einem Referendum für den Austritt aus der EU entschieden. Nach fünf Jahren gibt es noch immer kaum eine offene Diskussion über die Auswirkungen.

Die Brexit-Aufregung ist fünf Jahre nach dem Referendum längst abgeklungen.

Kürzlich schrieb die britische Regierung die Stelle eines externen Beraters aus, dessen Aufgabe es sein sollte, neue Möglichkeiten zu erkunden, die durch den Brexit entstehen. Angesichts des Mangels an Qualität spotteten Kritiker sofort, dies sei ein sehr undankbarer, wenn nicht gar unmöglicher Job.

Im Gegensatz zu seinem Image als Brexit-Minister und Boris Johnsons Ansprechpartner für die schwierigen Dinge sagte David Frost: “Wir haben große Ambitionen, eine Beteiligung von außen an diesem Prozess zu gewinnen.” Details zum EU-Austritt werden auf der Insel auch fünf Jahre nach dem Referendum, das eine knappe Mehrheit für den Brexit ergab, immer noch übersehen – wie bei so ziemlich allem in diesen Tagen. Premierminister Boris Johnson behauptete kürzlich, das Brexit-Thema sei politisiert worden “wie eine Zitrone, ich wurde trockengelegt”. Unabhängigkeitsbefürworter in Schottland und rebellische Unionisten in Nordirland sowie verängstigte Inselbauern, Fischer und Importeure und Exporteure mögen gegensätzliche Perspektiven haben.

Die Mehrheit der Briten glaubt nicht, dass der Brexit eine Erfolgsgeschichte ist.

Nur ein Viertel der Öffentlichkeit glaubt, dass der Brexit eine Erfolgsgeschichte ist, so eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Stimmt es nicht, dass der Übergang vom EU-Mitgliedstaat zum “Global Britain” nicht wie geplant verläuft? Es “läuft nicht gut”, denn “wir sollten die Kontrolle zurückgewinnen, und das haben wir nicht wirklich”, so David Henig, ein Handelsspezialist und ehemaliger Regierungsberater.

Es gibt nun wieder Unstimmigkeiten darüber, wie man mit Nordirland umgehen soll.

Stattdessen gehen die Streitigkeiten zwischen London und Brüssel über Themen wie Regulierungen und das Nordirland-Protokoll weiter. Das im Brexit-Deal vereinbarte Addendum hatte eine Lösung gefunden, um sichtbare Kontrollen an der Grenze zwischen der Republik Irland und der zum Königreich gehörenden Provinz Nordirland zu verhindern. Die Zollgrenze wurde an die Irische See verlegt. Plötzlich aber protestierte die britische Regierung und forderte Änderungen.

 

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