Großbritannien: Das G7-Treffen in Cornwall geht friedlich zu Ende: ein kollektives Aufatmen

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Großbritannien: Das G7-Treffen in Cornwall geht friedlich zu Ende: ein kollektives Aufatmen

Die G7-Konferenz geht mit einer Abschlusserklärung zu Ende, in der ehrgeizige Klimaziele betont werden. Die wichtigsten Industrienationen der Welt haben China den Krieg erklärt.

Das G7-Treffen in Cornwall geht friedlich zu Ende: ein kollektiver Seufzer der Erleichterung.

Vom G7-Gipfel an der Südwestküste Englands werden vor allem die schönen Bilder in Erinnerung bleiben, auf denen die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen der Welt mit den Royals plaudern, bei einem Barbecue am Strand freundschaftlich beieinander stehen oder sich vor der malerischen Kulisse Cornwalls informell austauschen. So eine gute Stimmung und demonstrative Eintracht hat man im Kreis der Verbündeten schon lange nicht mehr gesehen. Die Erleichterung der Staatsoberhäupter war dementsprechend spürbar. Nach der Wahl von Donald Trump haben die G7 und US-Vizepräsident Joe Biden wieder das verkörpert, was das Bündnis sein will: eine Gruppe, die sich gemeinsam für die Werte und Interessen des Westens einsetzt. Das war auch die Botschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, nachdem Trumps “America-first”-Agenda die Bemühungen der G7 belastet hatte. An die Stelle der Konflikte der vergangenen Jahre ist nun der Wunsch nach Zusammenarbeit getreten. Gemeinsam statt einsam lautete die Devise.

Führende Industrienationen beraten beim G7-Treffen in Cornwall über den Umgang mit China.

Merkel sagte, das Treffen sei ein “klares Bekenntnis zu einer auf Regeln und Werten basierenden internationalen Welt”. “Die G7 will sich an den großen Fragen, die wir heute haben, beteiligen.” Die 25-seitige Abschlusserklärung zeigt dagegen, dass die Beschlüsse in vielen Bereichen noch unklar sind. Neben dem Klimawandel und der Bekämpfung der Corona-Pandemie stand vor allem der Umgang mit China auf der Tagesordnung. Unter dem Druck der Amerikaner einigten sich die Politiker aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und den USA in ihrer Abschlusserklärung auf einen härteren Kurs gegenüber der Volksrepublik. Die führenden Industrienationen wollen sich laut der Erklärung “auf ein gemeinsames Vorgehen gegen marktfeindliche Politiken und Praktiken einigen, die das faire und transparente Funktionieren der Weltwirtschaft untergraben.” Sie forderten China auf, die Menschenrechte und Grundfreiheiten zu respektieren. Sie erwähnten aber auch das gemeinsame Interesse, mit dem Land bei globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel zusammenzuarbeiten.

 

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