Getrenntes Essen: Die ersten Konzerne fordern eine zweigängige Regelung in Kantinen.

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Getrenntes Essen: Die ersten Konzerne fordern eine zweigängige Regelung in Kantinen.

Große Konzerne wie Bayer und Eon streben die Einführung getrennter Kantinen an. Ungeimpfte Menschen können auch bei Besprechungen oder in Arbeitsgruppen Probleme bekommen.

Berlin-Bonn – Medienberichten zufolge wollen Großkonzerne wie Bayer, Eon und Alltours getrennte Kantinenräume für Rekonvaleszenten und Geimpfte einrichten. Pilotprojekte für die zusätzlichen Kantinen seien bereits angelaufen, berichtet die Rheinische Post. Bayer ist nach Angaben des Konzerns bereits weit in der Planung. Auch der Energiekonzern Eon und der Versicherungskonzern Ergo prüfen nach eigenen Angaben eine ähnliche Regelung. Erstmals in Unternehmen würde die 2G-Regelung in Kantinen zu einer geplanten Trennung der Mitarbeiter beim Essen führen.

Bayer und die anderen Konzerne erklärten laut Tagesschau, dass nicht geimpften Personen der Zutritt zu den Kantinen nicht verweigert werde. Mitarbeiter, die sich weigern, sich impfen zu lassen, oder die sich weigern, Auskunft über ihren Impfstatus zu geben, würden mit Abstandsregelungen, Masken und Abtrennungen beim Essen belegt. Die Betriebsräte seien in die Planungen einbezogen worden, hieß es.

Für die Zukunft sei auch geplant, Versammlungen nach der 2G-Norm zu organisieren. Die Mitarbeiter bei Bayer könnten sich in Arbeitsgruppen organisieren, wobei die Ungeimpften außen vor bleiben. “Selbstorganisierte Gruppen (z.B. in Mehrpersonen- oder Großraumbüros, Labors oder Teilbereichen der Produktion) können unter freiwilliger Anwendung der 2G-Regel (geimpft oder genesen) ohne Distanz und Maske in persönlichen Besprechungen zusammenarbeiten oder Arbeitsbesprechungen abhalten”, teilte das Unternehmen laut Rheinischer Post mit. Außerdem sollte eine hohe Home-Office-Quote beibehalten werden.

Viele namhafte deutsche Unternehmen fordern die Bundesregierung auf, klare und allgemeingültige Empfehlungen zum Infektionsschutz zu geben. Nach Angaben des Handelsblatts drängen die ersten Unternehmen den Gesetzgeber, aufgrund der steigenden Corona-Infektionsraten eine verpflichtende 3G-Regelung für Arbeitsplätze und Produktionsstätten zu erlassen. Nur geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen sollen in den Betrieben arbeiten dürfen.

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