Fazit: Der Vermieter muss die Möglichkeit haben, die Wohnung auf Mängel zu überprüfen.

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Fazit: Der Vermieter muss die Möglichkeit haben, die Wohnung auf Mängel zu überprüfen.

Es ist unbestritten, dass Mängel in Mietwohnungen lästig sind. Wer aus diesem Grund eine Mietminderung wünscht, sollte dem Vermieter die Möglichkeit geben, das Problem zu besichtigen. Andernfalls drohen Schwierigkeiten.

Der Vermieter muss die Möglichkeit haben, die Wohnung auf Mängel zu überprüfen.

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Der Mieter hat das Recht auf eine Mietminderung, wenn die Mietwohnung Mängel aufweist. Vermietern wiederum muss die Möglichkeit gegeben werden, die behaupteten Mängel zu besichtigen. Verweigert der Mieter jedoch die Besichtigung der Wohnung, kann er seinen Anspruch auf Mietminderung verwirken. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Berlin hervor (Az.: 65 S 185/19), wie der Eigentümerverband Heim & Grund Berlin in seinem Magazin “Die Immobilie” (Nr. 11/2021) berichtet.

Die Bewohner in diesem Fall hatten über asbesthaltige Bodenfliesen sowie Schimmel in ihrer Wohnung geklagt. Daraufhin hatten sie ihre Miete gemindert. Obwohl erneut ein Schimmelschaden aufgetreten war, weigerten sie sich, ihren Vermieter in die Wohnung zu lassen. Wegen Zahlungsrückständen von über 2800 Euro wurden die Mieter vom Amtsgericht zur Räumung und Zahlung gezwungen. Die Mieter legten Berufung ein.

Ohne Erfolg: Die fristlose Kündigung war gerechtfertigt, weil die Rückstände die Monatsmiete für zwei Monate nicht nur erreicht, sondern überschritten hatten. Andere Gründe für eine Mietminderung gab es nicht, so das Gericht. Die Bewohner hielten eine weitere Schimmelsanierung nicht für erforderlich. Die Vermieterin musste daher davon ausgehen, dass der Schaden nicht mehr vorhanden war. Auch die asbesthaltigen Bodenbeläge seien nicht abgebaut worden.

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