Es gibt keine konkrete Klimazielvereinbarung zwischen den G20-Ländern.

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Es gibt keine konkrete Klimazielvereinbarung zwischen den G20-Ländern.

Ursprünglich geplante Ziele und Versprechen wurden aus dem jüngsten Entwurf des Abschlusskommuniqués gestrichen.

Rom ist die Hauptstadt Italiens. Die Bemühungen des G20-Gipfels, im Vorfeld des internationalen Klimatreffens in Glasgow ein deutliches Zeichen zu setzen, sind in Gefahr. Auf der G20-Konferenz in Rom wird sich die Gruppe der großen Wirtschaftsmächte (G20) offenbar nicht auf konkrete Klimaschutzziele einigen können. Ursprünglich vorgesehene Ziele und Versprechen wurden aus der aktuellen Fassung des Abschlusskommuniqués gestrichen, die der Deutschen Presse-Agentur am Samstag vorlag.

Eine Einigung auf “dringende Maßnahmen”, wie es in einem früheren Entwurf hieß, gab es nicht mehr. Nun ist von “echten und wirksamen Maßnahmen” die Rede, um die gefährliche Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten, wie es der Pariser Klimapakt fordert. Am Sonntag soll die Abschlusserklärung verabschiedet werden.

Auch das Ziel der Kohlenstoffneutralität wurde bisher nicht erreicht. Das ursprüngliche Zieldatum war 2050, aber jetzt wird es eher als “Mitte des Jahrhunderts” bezeichnet. Dies scheint auch aus Rücksicht auf China geschehen zu sein. Zuvor hatte sich der weltweit größte Kohlendioxid-Emittent nur bis 2060 verpflichtet.

Es gab auch keine Einigung darüber, wann die Subventionen für fossile Brennstoffe auslaufen sollten, die in einem früheren Entwurf für 2025 vorgesehen waren. Infolgedessen wurde das Zieldatum gestrichen. Stattdessen wurde lediglich das 2009 in Pittsburgh gegebene Versprechen bekräftigt, die Subventionen “in mittlerer Zukunft” auslaufen zu lassen.

Sogar ein Verweis auf die alarmierenden Berichte” des Weltklimarates, die vor den Gefahren der globalen Erwärmung warnten, wurde im Text durch aktuelle Berichte” ersetzt. Im neuesten Entwurf fehlt auch eine Startformulierung, die eine “weitgehend kohlendioxidfreie Stromversorgung” in den 2030er Jahren anstrebt. Stattdessen ist nur noch vom Ausbau sauberer Energie die Rede.

Weiterhin wird das Ziel genannt, alles Notwendige zu tun, um den Bau neuer Kohlekraftwerke zu vermeiden. Allerdings sollten “die nationalen Gegebenheiten berücksichtigt werden”, heißt es im Disclaimer. Es wird auch betont, wie wichtig es ist, eine zuverlässige Energiequelle zu gewährleisten.

In den letzten Monaten kam es in China aufgrund der gestiegenen Nachfrage und des mangelnden Angebots zu schwerwiegenden Stromengpässen, so dass die Industrie gezwungen war, ihren Strombedarf zu rationieren und die Produktion einzustellen. Sowohl die Kohleproduktion als auch die Importe wurden ausgeweitet, um die Knappheit zu lindern. Auch Indiens Energieversorgung ist in hohem Maße von der Kohle abhängig.

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