Elterliche Motivation: Eltern können einen Einfluss auf den akademischen Fortschritt ihrer Kinder haben.

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Elterliche Motivation: Eltern können einen Einfluss auf den akademischen Fortschritt ihrer Kinder haben.

Dass gute schulische Leistungen mit dem Elternhaus zusammenhängen, ist allgemein bekannt. Eine neue Studie zeigt, welche Aspekte besonders wichtig sind – und auf welche Eltern verzichten können.

Eltern können Einfluss auf den schulischen Fortschritt ihrer Kinder nehmen.

“Kinder ertrinken in 90 Sekunden”, so die DLRG.

Laut einer Studie können Eltern den schulischen Erfolg ihrer Kinder positiv beeinflussen – aber nicht so, wie manche Menschen denken.

“Besonders förderlich ist es, wenn Eltern mit ihren Kindern Erwartungen besprechen, über mögliche Leistungen, Schulabschlüsse, Berufswege sprechen, Lernstrategien diskutieren und Lob und Kritik an einzelnen Schularbeiten möglichst differenziert kommunizieren”, sagt Doris Holzberger von der Technischen Universität München. Die Kontrolle der Hausaufgaben ist dagegen wenig hilfreich.

Holzberger und ihre Kollegen untersuchten 18 Meta-Analysen, die fast 1700 Einzeluntersuchungen umfassten. Die Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Eltern durch ihr Verhalten die schulische Leistung und Motivation ihrer Kinder beeinflussen können.”

Sie betonte vor allem die Wichtigkeit einer breiten Palette von Erwartungen. “Eine lernfreundliche Umgebung zu haben, viele Bücher zu haben und den Nachwuchs in die Bibliothek zu schicken, sind alles nützliche Dinge. Aber im Vergleich zum Reden und Kommunizieren über Schule und Bildung hat das einen weitaus geringeren Einfluss auf die Leistung der Schüler”, so Holzberger.

Man sollte gemeinsam herausfinden, was der Jugendliche erreichen will und welche Lösungen es gibt, sagte er. Auch bei einzelnen Schulthemen sei es möglich, gemeinsam möglichst genaue Ziele zu setzen, die Kinder und Jugendlichen zu motivieren und Anstrengungen mit einem geeigneten Feedback zu belohnen. Holzberger sagte: “Lob und Kritik müssen immer sehr differenziert sein und dürfen nicht einfach mit der Gießkanne ausgeschüttet werden.”

Diskussionen über die Bedeutung von Bildung im Allgemeinen seien dagegen weniger wirksam. Generell, so Holzberger, komme es darauf an, das Kind differenziert zu würdigen. Differenzierung gilt auch, wenn es um Hausaufgaben geht: Während eine strenge Aufsicht schädlich sein könne, sei es förderlich, mit den Kindern zu besprechen, wann und wo die Aufgaben erledigt werden. “Aber dann schon die individuelle Anstrengung fördern”, schlägt Holzberger vor. “Und wenn es Schwierigkeiten gibt, eine helfende Hand anbieten.”

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Geben Sie als Konsequenz aus der Untersuchung eine Broschüre heraus.

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