Eine Mehrheit der Menschen hält den Rechtsextremismus für gefährlich, so eine neue Studie.

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Eine Mehrheit der Menschen hält den Rechtsextremismus für gefährlich, so eine neue Studie.

Innenminister Seehofer betont seit einiger Zeit, dass der Rechtsextremismus derzeit die größte Gefahr darstellt. Das sieht auch eine Mehrheit der Bevölkerung so.

Rechtsextremismus wird von einer großen Mehrheit der Menschen als bedrohlich empfunden.

Rechtsextremismus wird derzeit von ca. 70 % der Deutschen als große Sorge angesehen. Der Klimawandel wird von der Bevölkerung als fast ebenso gefährlich eingeschätzt. Das ist das Ergebnis der aktuellen “Mitte-Studie”, für die im Januar und Februar dieses Jahres bundesweit 1750 Personen befragt wurden.

Die Umfrage, die alle zwei Jahre im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wird, zeigt auch, dass die Zuwanderung, die zwischen 2015 und 2018 ein großes Thema war, nur noch von etwa jedem Vierten als Bedrohung gesehen wird.

Demnach vertritt nur noch ein geringer Prozentsatz der Menschen eine geschlossene rechtsextremistische Haltung. Hier sehen die Forscher einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Personen mit geringer Bildung haben eher eine rechtsextreme Einstellung als Personen mit höherer Bildung. Während 3,2 Prozent der Personen mit niedrigem Bildungsstand entsprechende Ansichten haben, sind es bei den Personen mit höherem Abschluss nur 0,8 Prozent.

Zunehmende Bereitschaft zur Gewalt

Dass weniger Menschen rechtsextreme Ansichten haben, die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten aber zuletzt zugenommen hat, sei kein Widerspruch, so Beate Küpper von der Hochschule Niederrhein, die an der Studie beteiligt war. Die rechtsterroristischen Anschläge, so behauptet sie, haben einen Teil der Mittelschicht “verängstigt und wachgerüttelt”. Außerdem hätten rechte Fanatiker während der Corona-Pandemie weniger Gelegenheit gehabt, sich zu mobilisieren. Die Gewaltbereitschaft von Rechts- und Linksradikalen habe dagegen zugenommen, so die Sicherheitsbehörden.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde im Juni 2019 von einem Rechtsextremisten erschossen. Lübcke hatte sich für die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Im Oktober desselben Jahres versuchte ein bewaffneter Attentäter an einem jüdischen Feiertag erfolglos, in eine Synagoge in Halle einzudringen. Nachdem ihm dies nicht gelang, erschoss er einen Passanten und einen Mann in einem Döner-Imbiss. In Hanau ermordete ein psychisch kranker Bigot im Februar 2020 neun Menschen mit Migrationsgeschichte, seine Mutter und schließlich sich selbst.

Rechtsextremes Gedankengut sei dort verbreiteter, “wo die AfD die Bundestagswahl 2017 gewonnen hat” und die Bevölkerung einen geringen Ausländeranteil hat, sagte er …

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