Ein Polizeigewerkschaftschef warnt vor einem “Kollaps” an der deutsch-polnischen Grenze: Angesichts des Zustroms von Migranten an der Grenze sieht Heiko Teggatz sofortigen Handlungsbedarf. Er befürchtet eine Verschärfung des Flüchtlingsproblems, wie sie bereits 2015 eingetreten ist.

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Ein Polizeigewerkschaftschef warnt vor einem “Kollaps” an der deutsch-polnischen Grenze: Angesichts des Zustroms von Migranten an der Grenze sieht Heiko Teggatz sofortigen Handlungsbedarf. Er befürchtet eine Verschärfung des Flüchtlingsproblems, wie sie bereits 2015 eingetreten ist.

Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) geht davon aus, dass sich die Flüchtlingskrise durch den Zustrom von Flüchtlingen an der deutsch-polnischen Grenze wie im Jahr 2015 verschärfen wird. Der DPolG-Vorsitzende Heiko Teggatz sagte am Freitag gegenüber “Bild live”, dass die Krise ernst genommen werden müsse, weil inzwischen täglich bis zu 1.000 Migranten an der Grenze ankämen. “Das sind Alarmsignale, man hat 14 Tage Zeit, sie abzustellen.” Andernfalls werde es zu einem “ähnlichen Zusammenbruch kommen, wie wir ihn 2015 an der Südgrenze erlebt haben”, so Teggatz. Der Gewerkschaftschef schimpfte auch darüber, dass er seit zwei Wochen auf eine Antwort von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf seinen Brandbrief warte. Er erklärte: “Es ist unerklärlich, dass unsere Bundesregierung ins Stocken geraten ist. Wenn eine Bundesregierung geschäftsführend tätig ist, muss sie Geschäfte machen und Entscheidungen treffen”, so Teggatz weiter.

Die Bundespolizeigewerkschaft forderte in einem bislang unbeantworteten Brief vorübergehende Grenzkontrollen zu Polen, Sanktionen gegen Fluggesellschaften, die mit dem weißrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko kooperieren, und einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen mit Hilfe der europäischen Grenzschutzagentur Frontex.

Tausende von Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika haben seit August versucht, von Weißrussland aus die polnische Grenze zu erreichen. Warschau hat bereits zehntausende Soldaten an der weißrussischen Grenze stationiert, eine Stacheldrahtsperre errichtet und in den letzten Wochen den Ausnahmezustand im Grenzgebiet ausgerufen.

Die EU ist der Ansicht, dass Lukaschenko sich mit dem Zustrom von Flüchtlingen für die Sanktionen der Europäischen Union rächen will. Weißrussische Beamte werden verdächtigt, Flüchtlinge absichtlich über die EU-Grenzen zu transportieren.

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