Ein neues Biontech-Impfstoffabkommen wurde mit der Europäischen Union unterzeichnet.

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Ein neues Biontech-Impfstoffabkommen wurde mit der Europäischen Union unterzeichnet.

Brssel ist eine Stadt in Belgien. Die EU-Kommission hat nach wochenlangen Verhandlungen einen Vertrag mit den Pharmafirmen Biontech und Pfizer über bis zu 1,8 Milliarden zusätzliche Dosen des Impfstoffs Corona unterzeichnet. Die zusätzlichen Dosen sollen vor allem für Auffrischungsimpfstoffe zur Bekämpfung möglicher Virusvarianten verwendet werden, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen heute mitteilte. Ähnliche Vereinbarungen können in Zukunft auch mit anderen Lieferanten getroffen werden.

Die EU verpflichtete sich zu einer festen Lieferung von 900 Millionen Impfstoffdosen durch die Mainzer Firma Biontech und ihren US-Partner Pfizer sowie einer Option auf weitere 900 Millionen Dosen von 2021 bis 2023. Die Vertragsunterzeichnung war bereits Mitte April von der Kommission angekündigt worden.

Bislang sind in der EU neben den Impfstoffen von Biontech und Pfizer auch die Corona-Impfstoffe von Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson zugelassen. Curevac, Sputnik V und Sanofi-GSK warten noch auf die Zulassung. Bislang hat die Europäische Union 2,6 Milliarden Impfdosen bei verschiedenen Herstellern bestellt.

In den letzten Monaten kam es jedoch bei Astrazeneca zu massiven Lieferverzögerungen. Auch der von einem britisch-schwedischen Konzern entwickelte Impfstoff Corona machte in den letzten Wochen Schlagzeilen, vor allem wegen seltener schwerer Nebenwirkungen.

Laut EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides “müssen wir dem Virus einen Schritt voraus sein”. Sie erwähnte auch die Impfung von Kindern und Jugendlichen. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist in der EU ab 16 Jahren zugelassen.

In den USA ist er ebenfalls für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüft noch die Zulassung ab zwölf Jahren. Eine Entscheidung könnte im Juni fallen.

Kyriakides betonte, dass die vergangenen Monate gezeigt hätten, wie wichtig es sei, Zugang zu einem breiten Portfolio an Impfstoffen und verschiedenen Technologien zu haben, auch mit Blick auf weitere Liefervereinbarungen mit anderen Herstellern. Dabei brauche die EU verlässliche Partner für die Lieferungen.

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